Der Vorsitzende des Batteriegiganten CATL, Zeng Yuqun, hat am heutigen Donnerstag auf der World Power Battery Conference vor erheblichen Qualitätsrisiken in der Branche gewarnt. Während in China in diesem Jahr bereits über 600 neue Fahrzeugmodelle auf den Markt gekommen sind, beobachtet die Unternehmensführung eine besorgniserregende Zunahme von Defekten bei den verbauten Energiespeichern.
Laut Zeng Yuqun darf die Geschwindigkeit der Markteinführungen nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Das Unternehmen selbst gibt an, die Ausfallrate seiner Batteriezellen auf ein Niveau von eins zu einer Milliarde gesenkt zu haben.
Dominanz bei globalen Marktanteilen
Trotz der Warnungen vor einem Qualitätsverlust im breiten Markt festigt CATL seine Position als Weltmarktführer. Im ersten Halbjahr 2026 erreichte das Unternehmen bei den weltweit installierten Antriebsbatterien ein Volumen von 242,7 Gigawattstunden (GWh). Dies entspricht einem globalen Marktanteil von 39,9 Prozent, was einer Steigerung von 1,7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Im Heimatmarkt China ist die Dominanz noch deutlicher: Hier kommt CATL auf einen Marktanteil von 46 Prozent bei einem installierten Volumen von 154,25 GWh.
An der Börse wird diese Marktstellung derzeit mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 206,74 Milliarden € bewertet. Der aktuelle Kurs der Aktie notiert bei 349,50 CNY und liegt damit rund 25 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das im Mai dieses Jahres erreicht wurde.
Um den technologischen Vorsprung zu wahren, setzt das Unternehmen massiv auf Forschung und Entwicklung. Medienberichten zufolge beschäftigt der Konzern rund 700 Professoren und meldet im Durchschnitt 17 Patente pro Tag an.
Verzögerungen beim milliardenschweren Rückkaufprogramm
Parallel zur operativen Entwicklung informierte das Unternehmen heute über den Stand seiner Kapitalmaßnahmen. Entgegen den Erwartungen einiger Marktteilnehmer hat CATL bis zum 31. August noch keine Aktienrückkäufe im Rahmen des im Juli und August verabschiedeten Programms durchgeführt. Der Plan sieht vor, eigene Anteile im Wert von mindestens 20 Milliarden und bis zu 40 Milliarden CNY über die Börse zurückzukaufen.
Diese Mittel sollen aus eigenen Beständen oder durch Eigenfinanzierung aufgebracht werden, um das Grundkapital durch die Einziehung der zurückgekauften Papiere zu herabzusetzen.
Das Unternehmen erklärte, die Umsetzung des Vorhabens werde abhängig von den künftigen Marktbedingungen fortgesetzt. Im vergangenen Monat wurden lediglich rund 115.000 neue A-Aktien ausgegeben, die aus der Ausübung von Aktienoptionen früherer Mitarbeiter-Anreizprogramme stammen.
Regulatorischer Druck in Europa und China
Überschattet wird die Marktführerschaft von operativen Rückschlägen an wichtigen Standorten. Im ungarischen Debrecen wurde die Produktion von Batteriezellen vorübergehend gestoppt, nachdem Behörden Sicherheitsmängel aufgrund einer erhöhten Nickelexposition bei Mitarbeitern festgestellt hatten.
CATL wurde in diesem Zusammenhang zu einem Bußgeld von 10 Millionen Forint verpflichtet. Während die Zellfertigung ruht, soll die Tochtergesellschaft GreenPower Energy Ende Oktober eine neue Logistik- und Montagehalle in Betrieb nehmen, um zumindest Teilbereiche des Standorts hochzufahren.
Auch im Heimatmarkt China sieht sich der Konzern mit strengeren Umweltauflagen konfrontiert. Der Jianxiawo-Mine, dem wichtigsten Lithiumprojekt des Unternehmens, wurde im Zuge einer Umweltprüfung die Genehmigung entzogen. Infolgedessen wird die für 2026 erwartete Produktionsmenge von ursprünglich 62.500 Tonnen auf rund 32.000 Tonnen Lithium-Carbonat-Äquivalent (LCE) nahezu halbiert.
Trotz dieser Einschränkungen hielten Beobachter an der Prognose für das Folgejahr fest, in dem die Mine wieder die volle Kapazität erreichen soll. Zudem verschärfen politische Entwicklungen in den USA, wie eine jüngste Executive Order zur Sicherheit von Stromnetz-Ausrüstung, das regulatorische Umfeld für chinesische Energieausrüster.
CATL-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CATL-Analyse vom 3. September liefert die Antwort:
Die neusten CATL-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CATL-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
CATL: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
