Rekordbuchungen, eine Dividendenrückkehr und ein ambitionierter Wachstumsplan — und trotzdem steht Carnival unter Druck. Der Grund: Treibstoffkosten, die das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr mehr als 500 Millionen US-Dollar kosten dürften.
Der Ölpreis für WTI-Rohöl kletterte zuletzt auf über 111 US-Dollar pro Barrel — Anfang März lag er noch bei rund 71 US-Dollar. Da Carnival vergleichsweise wenig gegen Preisschwankungen abgesichert ist, trifft dieser Anstieg den Konzern besonders hart. Operativ läuft das Geschäft dabei so gut wie selten: Rund 85 % der Kapazitäten für 2026 sind zu historisch hohen Preisen ausgebucht, die Kundeneinlagen erreichten mit fast 8 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand — ein Plus von etwa 10 % gegenüber dem Vorjahr.
PROPEL: Wachstum bis 2029
Carnival hat mit dem Strategieprogramm „PROPEL“ einen Fahrplan vorgestellt, der das Ergebnis je Aktie bis 2029 um mehr als 50 % steigern soll. Das Nettoverschuldungs-EBITDA-Verhältnis wurde bereits auf 3,4x gesenkt. Eine Refinanzierung von 19 Milliarden US-Dollar ebnete den Weg für die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen sowie ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar.
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Ein konkreter Kurzfrist-Katalysator folgt am 17. April 2026: Dann stimmen die Aktionäre über die Auflösung der dualen Börsenstruktur ab. Carnival will die DLC-Konstruktion beenden und sich rechtlich in Bermuda eingliedern — mit dem Ziel, Governance und Berichterstattung zu verschlanken.
Institutionelle Anleger uneinig
Das institutionelle Lager zeigt sich gespalten. Morgan Stanley stufte die Aktie zuletzt auf „Overweight“ hoch und nannte ein Kursziel von 31 US-Dollar. Exchange Traded Concepts LLC dagegen reduzierte seine Position um 96 %. Bank of America und Stifel verweisen auf das erwartete KGV von rund 11,6 für 2026 und sehen erhebliches Aufwärtspotenzial — vorausgesetzt, der Ölmarkt beruhigt sich.
Das Abstimmungsergebnis vom 17. April wird zeigen, ob die strukturelle Vereinfachung reibungslos gelingt. Erst danach rückt der nächste große Test ins Bild: wie stark die Treibstoffbelastung die Jahresprognose tatsächlich beschneidet — und ob die starke Buchungslage das auffangen kann.
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