Während der Konkurrent Norwegian Cruise Line durch den Einstieg eines aktivistischen Investors aufgewühlt wird, rückt beim Branchenführer Carnival die fundamentale Stärke in den Fokus. Positive Prognosen für 2026 und signifikante Kostenvorteile untermauern den Erholungskurs des Kreuzfahrtriesen. Kann sich das Unternehmen durch sinkende Ausgaben und einen konsequenten Schuldenabbau nun endgültig freischwimmen?
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Gewinnprognose 2026: Bereinigtes Nettoeinkommen von ca. 3,45 Mrd. USD (+12 % zum Vorjahr).
* Kostenvorteile: Erwarteter EPS-Effekt von +0,20 USD durch Treibstoff und Währung.
* EBITDA-Ziel: Anstieg auf rund 7,6 Mrd. USD für das Geschäftsjahr 2026 geplant.
* Verschuldung: Zielmarke für den Verschuldungsgrad (Netto-Leverage) liegt bei unter 3,0x.
Kostenvorteile stützen die Bilanz
Abseits der spekulativen Bewegungen im Sektor treiben handfeste makroökonomische Faktoren die Bewertung. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern mit einer deutlichen Entlastung durch externe Effekte. Günstigere Treibstoffkosten sollen das Ergebnis pro Aktie (EPS) um 0,17 USD stützen, während vorteilhafte Währungsentwicklungen weitere 0,03 USD beisteuern könnten.
Diese Effekte fangen den prognostizierten Anstieg der operativen Kosten von etwa 3,25 % sowie regulatorische Belastungen teilweise ab. Das bereinigte EBITDA soll laut aktuellen Schätzungen auf ca. 7,6 Milliarden USD steigen, was die operative Effizienz des Marktführers unterstreicht.
Indirektes Lob durch Elliott Management
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Sektor am Dienstag durch den Einstieg von Elliott Management beim Wettbewerber Norwegian Cruise Line (NCLH). Der aktivistische Investor kritisierte in einem offenen Brief die Strategie von NCLH und hob dabei Carnival explizit als positives Beispiel hervor.
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Elliott betonte, dass die Konkurrenz in den vergangenen Jahren eine deutlich bessere Performance gezeigt habe als Norwegian. Marktbeobachter werten dies als indirekte Bestätigung für den Sanierungskurs von Carnival, der sich auch in der Bilanz widerspiegelt.
Schuldenabbau und Marktlage
Ein zentraler Pfeiler der Strategie bleibt die Reduzierung der Verbindlichkeiten. Seit dem Höchststand vor drei Jahren konnte Carnival die Verschuldung bereits um über 10 Milliarden USD senken. Die Ratingagentur Fitch stuft die Kreditwürdigkeit inzwischen wieder im Investment-Grade-Bereich ein, da das Ziel, den Verschuldungsgrad bis Ende 2026 auf unter 3,0x zu drücken, in greifbare Nähe rückt.
Trotz der positiven operativen Nachrichten zeigt der Blick auf den Kurs eine kurzfristige Atempause. Am Mittwoch notiert die Aktie bei 27,52 Euro leicht im Minus. Mit einem RSI von 80,9 gilt der Titel technisch als überkauft, was nach der jüngsten Aufwärtsbewegung auf eine Konsolidierung hindeutet. Ob der Sprung über das 52-Wochen-Hoch von 33,99 Euro gelingt, wird maßgeblich davon abhängen, ob Carnival die versprochenen Kostensenkungen in den kommenden Quartalsberichten bestätigen kann.
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