Starke Buchungen, sinkende Kurse. Bei Carnival klaffen das operative Geschäft und die Stimmung an der Börse aktuell weit auseinander. Die Aktie rutscht in Richtung einer wichtigen Unterstützungszone bei 23 US-Dollar ab. Das Ziel für eine Erholung liegt derweil bei 25 bis 26 US-Dollar.
Makro-Gegenwind trifft auf Schulden
Der Druck kommt vor allem von außen. Steigende Anleiherenditen dämpfen die Risikobereitschaft der Anleger. Die Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte am Dienstag auf 4,68 Prozent. Obendrein belastet der hohe Ölpreis. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell mehr als 110 US-Dollar. Das treibt die Treibstoffkosten der Kreuzfahrtflotte spürbar in die Höhe.
Das trifft auf eine angespannte Bilanz. Der Konzern schleppt langfristige Schulden von knapp 25 Milliarden US-Dollar mit sich. Die Gesamtverbindlichkeiten liegen noch deutlich höher. Die Folge: Investoren bewerten das Risiko neu. Dem steht ein solider operativer Cashflow von gut 1,2 Milliarden US-Dollar pro Quartal gegenüber. Unter dem Strich bleibt ein freier Cashflow von rund 697 Millionen US-Dollar.
Operative Stärke lockt Profis
Operativ läuft es für den Kreuzfahrtriesen nämlich rund. Im ersten Quartal übertraf Carnival die Erwartungen des Marktes. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,20 US-Dollar.
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Der Umsatz stieg um gut sechs Prozent auf 6,17 Milliarden US-Dollar. Besonders wichtig für die Liquidität: Die Kundenanzahlungen erreichten einen Rekordwert von fast 8 Milliarden US-Dollar.
Großinvestoren nutzen dieses Umfeld offenbar zum Einstieg. Northwestern Mutual Wealth Management baute seine Position zuletzt massiv aus. Das Haus hält nun Aktien im Wert von rund 35 Millionen US-Dollar. Auch BlackRock und AQR Capital Management kauften im ersten Quartal zu.
Für Aktionäre steht nun ein konkreter Termin an. Am 29. Mai ist eine Dividendenzahlung von 0,15 US-Dollar je Aktie geplant. Kurzfristig dominiert am Aktienmarkt die Charttechnik. Hält die Unterstützung bei 23 US-Dollar nicht, droht ein weiterer Abverkauf.
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