Die Kabinen sind voll, die Kassen klingeln. Carnival meldete im ersten Quartal Rekordbuchungen. An der Börse herrscht trotzdem Katerstimmung. Der Grund liegt nicht bei den Passagieren, sondern im Maschinenraum. Steigende Treibstoffkosten fressen die Gewinne auf.
Teurer Treibstoff trifft ungesicherte Kosten
Geopolitische Spannungen treiben den Rohölpreis nach oben. Das trifft treibstoffintensive Kreuzfahrtlinien hart. Carnival sichert seine Treibstoffkäufe traditionell nicht am Finanzmarkt ab. Das Unternehmen kauft sein Bunkeröl zum tagesaktuellen Preis. Preisschwankungen schlagen direkt auf die Bilanz durch.
Experten rechnen vor: Steigt der Treibstoffpreis um zehn Prozent, verliert Carnival bis zu 160 Millionen US-Dollar Nettogewinn. Bereits im März strich das Management die Jahresprognose um rund eine halbe Milliarde Dollar zusammen.
Am Markt hinterlässt das Spuren. Die Aktie rutschte zuletzt ab und notiert aktuell bei 22,70 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf knapp 14 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch wächst stetig.
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Volle Schiffe stützen das Geschäft
Das Problem betrifft die gesamte Kreuzfahrtbranche. Auch die Konkurrenz spürt den Kostendruck. Analysten bleiben mittelfristig optimistisch. Sie vergeben mehrheitlich Kaufempfehlungen für die Carnival-Aktie. Kurzfristig dämpft das teure Öl allerdings die Stimmung. Einige Banken senkten bereits ihre Kursziele.
Operativ läuft das Geschäft rund. Die Nachfrage nach Seereisen reißt nicht ab. Kunden buchen zu Rekordpreisen. Das zeigt die grundsätzliche Stärke des Sektors. Die Marge leidet derzeit rein unter externen Faktoren.
Das fundamentale Geschäft floriert. Die ungesicherten Treibstoffkäufe bleiben ein Problem. Die Folge: Solange die Spannungen im Nahen Osten den Ölpreis hochhalten, deckelt der Energiemarkt die Kursentwicklung von Carnival.
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