Heute zahlt Carl Zeiss Meditec zum Ex-Tag die Jahresdividende — und kürzt sie gleichzeitig um 8,3 Prozent auf 0,55 Euro je Aktie. Eine symbolische Geste, die den Zustand des Unternehmens treffend beschreibt: Ausschüttung trotz operativem Einbruch, Kontinuität trotz Krise.
China-Problem frisst die Marge auf
Der Kern der Misere liegt im wichtigsten Markt des Unternehmens. China macht rund ein Viertel des Umsatzes aus — und genau dort bricht das Geschäft mit Intraokularlinsen weg. Volumenbasierte Beschaffungsausschreibungen drücken die Preise, lokale Wettbewerber gewinnen an Boden. Im ersten Quartal 2025/26 sank die EBITA-Marge von 7,2 auf 1,7 Prozent, während der Umsatz um knapp fünf Prozent auf 467 Millionen Euro zurückging.
Die ursprüngliche Jahresprognose — rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz bei 12,5 Prozent EBITA-Marge — ist damit hinfällig. Finanzvorstand Justus Felix Wehmer zog die Konsequenz: Mehr Produktion soll künftig direkt nach China verlagert werden, um im Markt präsent zu bleiben.
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Zehn-Jahres-Tief und MDAX-Rauswurf
Die Aktie notiert rund 37 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Am 20. März markierte sie mit 23,34 Euro ein neues Zehn-Jahres-Tief — kurz nachdem die Deutsche Börse das Unternehmen aus dem MDAX in den SDAX verbannt hatte. Erschwerend kommt hinzu, dass die ZEISS Gruppe rund 59 Prozent der Anteile hält. Der geringe Streubesitz verstärkt die Kursschwankungen.
Die DZ Bank senkte den fairen Wert auf 26 Euro und verwies auf das China-Geschäft als zentrales Problem. Eine nachhaltige Trendwende sieht auch dort noch niemand.
Schlüsseltermin: 12. Mai
Am 12. Mai 2026 legt Carl Zeiss Meditec die Halbjahreszahlen vor. Dann will das Management auch konkrete Reorganisations- und Kostensenkungsmaßnahmen präsentieren sowie eine präzisierte Prognose für das Gesamtjahr. Erwartet werden zudem Einschätzungen zum Ausgang der neuen chinesischen IOL-Ausschreibung — dem Ereignis, das über Ausmaß und Dauer des Margendrucks maßgeblich entscheiden wird.
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