Das operative Ergebnis um fast 80 Prozent eingebrochen, die Jahresziele vorerst auf Eis gelegt — Carl Zeiss Meditec kämpft mit einem schwachen Quartalsstart ins Geschäftsjahr 2025/26. Gestern zahlte das Unternehmen pünktlich seine Dividende von 0,55 Euro je Aktie aus. Ein Trost für Anleger, der angesichts der fundamentalen Lage kaum ins Gewicht fällt.
Einbruch beim operativen Ergebnis
Im ersten Quartal 2025/26 sank der Umsatz um 4,8 Prozent auf 467 Millionen Euro. Noch gravierender war der Rückgang beim EBITA: von 35,2 auf nur noch 8,1 Millionen Euro — eine Marge von mageren 1,7 Prozent. Als Haupttreiber nannte das Management Währungsbelastungen durch Dollar und chinesischen Renminbi, die Auswirkungen der volumenbasierten Beschaffung für Intraokularlinsen in China sowie geopolitisch bedingte Investitionszurückhaltung in Amerika.
Besonders der chinesische Markt bleibt ein Problemfeld. Die Nachfrage nach refraktiven Behandlungspaketen kam verzögert, staatliche Ausschreibungsprozesse für Intraokularlinsen laufen noch. Um die Abhängigkeit von Importdynamiken zu reduzieren, treibt das Unternehmen die Produktlokalisierung in China gezielt voran und hat gleichzeitig die F&E-Prioritäten neu ausgerichtet.
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Halbjahreszahlen als nächste Wegmarke
Die ursprüngliche Jahresprognose — 2,3 Milliarden Euro Umsatz bei einer EBITA-Marge von 12,5 Prozent — ist vorerst ausgesetzt. Konkretisiert werden soll sie spätestens mit dem Halbjahresbericht am 12. Mai 2026. Dann will das Management auch belastbarere Einschätzungen zu den chinesischen IOL-Ausschreibungen und der Nachfrageentwicklung in der refraktiven Chirurgie liefern.
Die Bilanz bleibt mit einer Eigenkapitalquote von 63,8 Prozent stabil, die Nettofinanzverschuldung liegt bei rund 282 Millionen Euro. Charttechnisch notiert die Aktie mit 24,50 Euro jedoch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 39,37 Euro — ein Niveau, das die anhaltende Skepsis des Marktes klar widerspiegelt. Der 12. Mai wird zeigen, ob das Management die Prognose wieder festigt oder erneut vertagt.
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