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Carl Zeiss Meditec Aktie: EBITA halbiert auf 60,5 Millionen

Operativer Druck und hohe Umbaukosten belasten Carl Zeiss Meditec. Analysten reagieren mit reduzierten Kurszielen und erwarten ein schwieriges Übergangsjahr.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrere Banken kappen Kursziele
  • Umsatz und Gewinn im Halbjahr gesunken
  • Sparkurs mit Einmalaufwendungen von 150 Mio. Euro
  • Aktie notiert nahe Jahrestief

Bei Carl Zeiss Meditec prallen zwei Botschaften aufeinander: Das operative Geschäft schwächelt, der Sparkurs soll erst später wirken. Mehrere Investmentbanken ziehen nun ihre Kursziele nach unten. Der Markt preist damit ein schwieriges Übergangsjahr ein.

Analysten senken die Messlatte

Die jüngsten Einschätzungen laufen in dieselbe Richtung. Die Banken erwarten kurzfristig wenig Rückenwind, sehen aber den Tiefpunkt im laufenden Geschäftsjahr.

  • Bernstein senkte das Kursziel von 28,50 Euro auf 26,10 Euro und bleibt bei „Market-Perform“.
  • Goldman Sachs kappte das Ziel von 31 Euro auf 28 Euro und bestätigt „Neutral“.
  • Deutsche Bank Research bleibt bei „Hold“ mit einem Kursziel von 30 Euro.

Bernstein-Analystin Susannah Ludwig spricht von einem „tiefen Tiefpunkt“ im Geschäftsjahr 2025/26. Goldman verweist auf die jüngsten Quartalszahlen und vorsichtigere Wachstumserwartungen. Die Deutsche Bank reagiert auf die kassierten Jahresziele.

Das ist der Kern der Skepsis. Die Sparmaßnahmen können helfen, aber sie wirken nicht sofort. Erst einmal muss das Unternehmen durch eine teure Umbauphase.

Schwaches Halbjahr belastet

Die Zahlen zeigen den Druck klar. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr von 1,05 Milliarden Euro auf rund 991 Millionen Euro. Das ist kein Einbruch, aber ein sichtbarer Rückgang.

Härter trifft es das Ergebnis. Das bereinigte EBITA fiel von 112,6 Millionen Euro auf 60,5 Millionen Euro. Damit hat sich die operative Ertragskraft fast halbiert.

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Das Management reagiert mit einem umfassenden Programm. Bis 2028/29 soll das Ergebnis jährlich um mehr als 200 Millionen Euro steigen. Der Plan ist damit groß genug, um die Bewertung zu bewegen.

Kurzfristig kostet der Umbau aber Geld. Carl Zeiss Meditec rechnet mit Einmalaufwendungen von bis zu 150 Millionen Euro. Auch ein weltweiter Stellenabbau von bis zu 1.000 Jobs steht im Raum.

Besonders der Standort Jena rückt dabei in den Blick. Details verhandelt das Unternehmen noch mit Arbeitnehmervertretern. Auch Verlagerungen von Produktionskapazitäten nach Asien, vor allem nach China, werden geprüft.

Aktie bleibt nah am Tief

Die Börse reagiert entsprechend nervös. Am Donnerstag notiert die Aktie bei 24,62 Euro und verliert 2,99 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus auf 37,61 Prozent.

Im Jahresvergleich hat der Titel 60,00 Prozent verloren. Der Abstand zum Tief bei 23,38 Euro beträgt nur noch 5,30 Prozent. Damit bleibt der Chart angeschlagen.

Die nächsten Quartalsberichte liefern den Praxistest für den Sparkurs. Stabilisieren sich Umsatz und Marge nicht, dürften weitere Zielkürzungen schwer vom Tisch kommen. Gelingt dagegen eine erste operative Bodenbildung, bekommt die Turnaround-Story erstmals wieder Substanz.

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