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Carl Zeiss Meditec Aktie: 524 Millionen Umsatz enttäuscht

Carl Zeiss Meditec überrascht beim Gewinn, enttäuscht aber beim Umsatz. Die schwache Profitabilität belastet die Aktie, die nahe ihrem Jahrestief notiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn übertrifft Analystenerwartungen
  • Umsatz bleibt hinter Prognosen zurück
  • Aktie fällt auf Jahrestief
  • Restrukturierungsprogramm Profit Up gestartet

Carl Zeiss Meditec liefert ein Quartal mit zwei Gesichtern. Beim Gewinn schlägt der Medizintechniker die Erwartungen, beim Umsatz bleibt er knapp dahinter. Für die Aktie reicht das nicht, weil der Markt vor allem auf die schwache Profitabilität schaut.

Gewinn besser, Umsatz schwächer

Im zweiten Geschäftsquartal erzielte Carl Zeiss Meditec ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,48 Euro. Analysten hatten im Schnitt 0,41 Euro erwartet. Das berichtete EPS lag bei 0,17 Euro.

Der Umsatz enttäuschte dagegen leicht. Mit 524 Mio. Euro blieb das Unternehmen unter dem Marktkonsens. Das nimmt dem Gewinnplus etwas Kraft, weil die Nachfrage noch nicht breit genug trägt.

Im ersten Halbjahr sanken die Erlöse um 5,7 Prozent auf 991,0 Mio. Euro. Währungsbereinigt lag das Minus nur bei 1,0 Prozent. Damit spielt der Wechselkurs eine sichtbare Rolle, löst aber nicht das Margenproblem.

Das bereinigte EBITA erreichte 60,5 Mio. Euro. Die bereinigte EBITA-Marge lag bei 6,1 Prozent. Für einen Medizintechniker mit starker Marktposition ist das zu wenig, um Vertrauen schnell zurückzuholen.

Aktie bleibt angeschlagen

Am Dienstag notiert die Aktie bei 25,10 Euro und verliert 1,65 Prozent. In den vergangenen Tagen hat sich der Druck weiter aufgebaut.

Seit Jahresanfang steht ein Rückgang von 36,39 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief beträgt nur 7,36 Prozent. Die Aktie handelt damit nahe dem Bereich, in dem Käufer zuletzt wieder zugriffen.

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Auch der Trend bleibt schwach. Der Kurs liegt klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt, der bei 35,93 Euro verläuft. Technisch ist das kein Rückenwind, selbst wenn einzelne Erholungstage möglich bleiben.

Analysten bleiben entsprechend vorsichtig. Der Konsens lautet Neutral, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 30,19 Euro. Das signalisiert etwas Luft nach oben, aber keinen breiten Vertrauensvorschuss.

Profit Up muss liefern

Der Vorstand peilt für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz oberhalb von zwei Milliarden Euro an. Bei der bereinigten EBITA-Marge sieht die Planung 8 bis 10 Prozent vor.

Damit baut die Prognose auf eine spürbare Erholung im zweiten Halbjahr. Ohne bessere Auslastung bleibt der Abstand zur Zielmarge groß.

Das Restrukturierungsprogramm Profit Up soll die Gewinnkraft wieder heben. Bis zum Geschäftsjahr 2028/2029 zielt das Unternehmen auf jährliche Ergebnisverbesserungen von mehr als 200 Mio. Euro. Bis zu 1.000 Stellen könnten betroffen sein.

Das Programm setzt bei Kosten, Portfolio und Abläufen an. Kurz gesagt: Es soll das Geschäftsmodell verschlanken. Der Markt wird vor allem sehen wollen, ob daraus schnellere Margenfortschritte entstehen.

Für das Gesamtjahr erwarten Analysten einen Gewinn von 1,38 Euro je Aktie. Die Dividendenprognose liegt bei rund 0,497 Euro je Anteilsschein. Solange Umsatzdynamik und Marge nicht gemeinsam drehen, bleibt die Aktie vor allem eine Restrukturierungsstory.

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