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Cardano: In den Turbulenzen?

Cardano integriert Compliance-Tools und plant Bitcoin-DeFi-Anbindung, während der ADA-Kurs nahe dem Jahrestief notiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Integration in Scorechain-Analyseplattform
  • Bitcoin-DeFi-Strategie von Charles Hoskinson
  • Governance-Abstimmung über Budget läuft
  • ADA-Kurs verharrt nahe Jahrestief

Starker Netzwerkausbau, schwache Kurse. Bei Cardano klaffen technischer Fortschritt und Marktbewertung weit auseinander. Das Blockchain-Projekt meldet wichtige Meilensteine bei Compliance und DeFi. Der ADA-Token notiert derweil nahe seinem Jahrestief.

Fokus auf Compliance

Seit Montag ist Cardano vollständig in die Analyseplattform Scorechain integriert. Finanzinstitute und Börsen können Transaktionen nun in Echtzeit überwachen. Das System bewertet Risiken automatisch. Die Entwickler haben die Werkzeuge speziell auf das UTXO-Modell von Cardano zugeschnitten. Dieses Modell bündelt mehrere Ein- und Ausgänge in einer einzigen Transaktion. Für die Cardano Foundation ist diese Infrastruktur ein wichtiger Schritt. Sie soll die regulatorische Akzeptanz des Netzwerks erhöhen.

Angriff auf Bitcoin-Liquidität

Parallel dazu greift Gründer Charles Hoskinson nach neuer Liquidität. Er stellte am Sonntag eine Bitcoin-DeFi-Strategie vor. Das Ziel: Bitcoin-Nutzer sollen indirekt Netzwerkgebühren in ADA bezahlen. Dies geschieht über die Partner-Chain Midnight und das Protokoll Pogun. Wer Bitcoin für Lending-Dienste nutzt, erzeugt so eine dauerhafte Nachfrage nach dem Cardano-Token. Midnight startete bereits im März sein Mainnet. Es dient als datenschutzorientierte Ebene für diese Anwendungen.

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Auch intern stehen wichtige Entscheidungen an. Das Netzwerk befindet sich in einer kritischen Governance-Phase. Bis zum 24. Mai stimmen Delegierte über das Budget für das kommende Jahr ab. Entwickler Input Output fordert rund 47 Millionen US-Dollar. Mit diesem Geld will das Team die Kerninfrastruktur fertigstellen. Im zweiten Quartal folgt dann der geplante Van-Rossum-Hard-Fork. Dieses Update finalisiert die vollständige On-Chain-Governance.

Kurs bleibt unter Druck

Am Markt verpuffen diese Nachrichten bislang. Der ADA-Kurs reagiert verhalten und pendelt um 0,25 US-Dollar. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Token ein Minus von rund 29 Prozent. Vom Jahreshoch bei 0,96 US-Dollar ist Cardano weit entfernt.

Die Folge: Frust bei Langzeitinvestoren. Im Derivatemarkt zeigt sich indes leichte Bewegung. Das Open Interest stieg zuletzt auf rund 465 Millionen US-Dollar. Positive Funding-Raten deuten auf eine leicht bullische Stimmung unter kurzfristigen Händlern hin.

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Diskussion zu Cardano

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.