Die Kryptowelt ist selten um Überraschungen verlegen. Diesmal trifft es Cardano. Ausgerechnet der Gründer Charles Hoskinson setzt mit einer knappen Ansage eine Kettenreaktion in Gang – und der Kurs stürzt auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahrzehnt.
Am Donnerstag verlor ADA innerhalb von 24 Stunden mehr als elf Prozent und rutschte auf 0,19 US-Dollar. Das ist ein Sechs-Jahres-Tief. Vom Allzeithoch bei 3,09 Dollar im September 2021 bleibt nicht viel: Die Marktkapitalisierung schrumpfte auf rund 7,7 Milliarden Dollar, Cardano fiel im globalen Ranking auf Platz 13.
Ein Satz reicht
Auslöser des Abverkaufs war ein knapper Post auf der Plattform X. Hoskinson schrieb: „I’m taking a break. TTYL“ – Ich nehme eine Auszeit. Bis später. Mehr nicht. Die Märkte lasen daraus sofort Signal für Instabilität. Der RSI liegt bei 17,3 – klarer überverkauft geht kaum.
Die Ankündigung kommt nicht aus dem Nichts. Erst am Vortag hatte Hoskinson in einem Video für die zweite Jahreshälfte eine „Welle von Pleiten“ im Cardano-Ökosystem vorhergesagt. Grund: die anhaltend schwachen Marktbedingungen und fehlende Liquidität für junge Projekte.
Die Analyseplattform TapTools, die über eine Million Nutzer betreute, stellte bereits ihren Betrieb ein – wegen steigender Infrastrukturkosten und Abgängen im Kernteam. Zuvor hatte schon der größte NFT-Marktplatz des Netzwerks, JPG Store, die Segel gestrichen. Hoskinsons Pessimismus ist offenbar keine rhetorische Übertreibung.
Governance-Krise blockiert die Kasse
Doch es gibt ein zweites Problem: die neue dezentrale Governance. Hoskinson zeigte sich öffentlich frustriert, weil die Community zögert, Mittel aus der Treasury freizugeben. Ein konkretes Beispiel: Der Antrag der Cardano Foundation für den Summit 2026 in Singapur über 7,8 Millionen ADA verfehlte Ende Mai die nötige Zweidrittel-Mehrheit knapp – 65,21 statt 66,67 Prozent. Die Konferenz wurde gestrichen.
Noch läuft die Abstimmung über „Cardano Vision 2026“. Der Vorschlag fordert 32,92 Millionen ADA für Forschung und Entwicklung durch IO Research. Die Delegierten stehen der Summe kritisch gegenüber. Die Frist endet am 8. Juni.
Trotz des Absturzes – ADA verlor in zwölf Monaten mehr als 72 Prozent – zeigt die On-Chain-Analyse ein auffälliges Bild: Rund 67 Prozent des gesamten Angebots liegen bei Walen mit mindestens einer Million Token. Ein Fünfjahreshoch bei der Konzentration. Die Kurse aber brechen dennoch.
Technisch betrachtet durchbrach ADA die Unterstützungszone zwischen 0,22 und 0,24 Dollar. Der nächste signifikante Bereich liegt erst zwischen 0,18 und 0,16 Dollar – sofern sich nicht bald fundamentale Erholung oder Klarheit über die Führung des Projekts einstellt. Ohne beides bleibt es vorerst eine riskante Position.
Cardano: Kaufen oder verkaufen?! Neue Cardano-Analyse vom 4. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Cardano-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Cardano-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Cardano: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
