SGL Carbon zieht einen Schlussstrich unter die langwierige Sanierung seiner Problemsparte. Der Spezialgraphithersteller ordnet seine Konzernstruktur neu und sucht sein Heil in der Diversifizierung. Nach dem Ausstieg aus unprofitablen Bereichen rückt nun die Kernenergie als neuer Wachstumstreiber in den Fokus.
Fusion der Faserbereiche
Das Unternehmen legt die bisherigen Segmente Carbon Fibers und Composite Solutions zusammen. Die neue Einheit firmiert künftig unter dem Namen Fiber Composites. Ziel ist eine effizientere Nutzung von Synergien bei Produktion und Vertrieb kohlenstoffbasierter Materialien.
Dieser Schritt folgt auf den Abschluss der Restrukturierung im Fasergeschäft. Nachdem die Sparte jahrelang Verluste anhäufte, lieferte sie für 2025 erstmals wieder ein positives operatives Ergebnis. Parallel dazu wurden die unprofitablen Standorte in Portugal und den USA geschlossen.
Einstieg in die Kernenergie
Abseits der internen Neuordnung erschließt SGL Carbon neue Absatzmärkte. Ein Vertrag mit der X-energy Reactor Company markiert den Einstieg in das Geschäft mit kleinen modularen Reaktoren. Hier fungiert der Konzern als strategischer Lieferant für essenzielle Graphitkomponenten.
Die Expansion in den Energiesektor soll die Abhängigkeit von schwankungsanfälligen Branchen mindern. Indes belastet die Nachfrageschwäche in der Halbleiter- und Automobilindustrie weiterhin das Kerngeschäft. Vor allem hohe Lagerbestände bei Siliziumkarbid-Kunden dämpfen die Volumina im Segment Graphite Solutions.
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Stabile Bilanz trotz Umsatzrückgang
Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management einen Konzernumsatz in einer Spanne von 720 bis 770 Millionen Euro. Der nominelle Rückgang resultiert primär aus dem Wegfall der unprofitablen Carbon-Fibers-Aktivitäten.
Beim bereinigten EBITDA wird ein Wert zwischen 110 und 130 Millionen Euro angestrebt. Diese Zielsetzung soll die Margenstabilität trotz des schwierigen Marktumfelds untermauern.
Die finanzielle Basis des Konzerns bleibt derweil solide. Die Nettofinanzverschuldung sank zuletzt auf knapp unter 100 Millionen Euro, während die Eigenkapitalquote bei rund 39 Prozent lag. In den kommenden Wochen stehen die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 an. Diese Zahlen werden zeigen, wie schnell die neue Segmentstruktur operativ greift.
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