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Symbolbild, KI-generiert

Carbios Aktie: Wankai-Zeichnung bis 31. Dezember verschoben

Die geplante Kapitalerhöhung durch Wankai verschiebt sich auf Ende 2026. Der Aktienkurs von Carbios reagiert mit deutlichen Verlusten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wankai-Zeichnung auf Dezember 2026 verschoben
  • Aktienkurs fällt auf 6,48 Euro
  • China-Projektstart nun für 2028 geplant
  • Kassenbestand von 59 Millionen Euro

Bei Carbios verschiebt sich der Blick von der großen Recycling-Story auf eine konkrete Finanzierungsfrist. Die geplante Wankai-Finanzierung kommt später als bislang erwartet. Für die Aktie ist das mehr als ein Terminproblem: Der Markt bewertet gerade, wie belastbar der industrielle Hochlauf in China wirklich ist.

Wankai-Zeichnung rückt nach hinten

Carbios und Wankai New Materials haben sich darauf verständigt, die Zeichnung einer zweckgebundenen Kapitalerhöhung über 5 Millionen Euro zu verschieben. Der Abschluss wird nun bis zum 31. Dezember 2026 erwartet, sofern die administrativen und regulatorischen Freigaben in China vorliegen.

Ursprünglich sollte Wankai bereits vor dem 2. Juni 2026 zeichnen. Der Ausgabepreis war mit 8,0947 Euro je Aktie angesetzt.

Die Berechnung basierte auf dem Durchschnitt der fünf Handelstage vor dem 1. Dezember 2025, abzüglich zehn Prozent. Damit ist die Transaktion nicht abgesagt, der erwartete Mittelzufluss rückt aber an das Jahresende.

Der Markt liest den Aufschub als weiteres Signal für langsamere Umsetzung. Gerade bei jungen Industrietechnologien zählt nicht nur die langfristige Vision, sondern auch die Taktung der nächsten Schritte.

Kurs zeigt deutliche Skepsis

Am Donnerstag schloss die Carbios-Aktie bei 6,48 Euro; auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 21,55 Prozent, seit Jahresbeginn von 44,19 Prozent. Zum langfristigen Durchschnitt von 9,12 Euro fehlen 28,94 Prozent.

Das Kursbild passt zur neuen Schwerpunktsetzung der Börse. Nicht die Kreislaufwirtschafts-Erzählung steht im Vordergrund, sondern die Frage nach Zeitplan, Kapitalfluss und Skalierung.

China-Projekt läuft weiter

Die Partnerschaft mit Wankai ist weiterhin Teil der internationalen Ausbaustrategie. Carbios arbeitet an der Baukoordination und an der Prüfung lokal verfügbarer PET-Abfallströme für den Standort Haining in der Provinz Zhejiang.

Die geplante Anlage soll nach Inbetriebnahme 50.000 Tonnen PET-Abfall pro Jahr verarbeiten. Carbios beschreibt sie als erste PET-Biorecyclinganlage Chinas.

Auch der Projektstart verschiebt sich. Die Inbetriebnahme ist nun für das erste Halbjahr 2028 vorgesehen. Als Grund nennt das Unternehmen die innovative Natur des Verfahrens und zusätzliche technische Arbeiten, um den Prozess an die Bedingungen am Standort Haining anzupassen.

Liquidität bleibt ein Puffer

Carbios verweist auf einen Kassenbestand von 59 Millionen Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2025, einschließlich Tochtergesellschaften. Diese Mittel sollen die operativen Ausgaben deutlich über die nächsten zwölf Monate hinaus decken.

Damit wirkt die spätere Wankai-Zeichnung nicht wie ein akutes Liquiditätsthema. Der Druck liegt woanders: Carbios muss zeigen, dass die Technologie nicht nur im Konzept überzeugt, sondern im industriellen Maßstab planbar umgesetzt werden kann.

Die nächste konkrete Wegmarke ist die Hauptversammlung am 18. Juni 2026. Bis dahin zählen vor allem belastbare Aussagen zu den Genehmigungen in China, den technischen Meilensteinen in Haining und dem Weg zur nach hinten geschobenen Wankai-Zeichnung.

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