Analysten erwarten für das vierte Quartal 2025 deutliche Verbesserungen bei Capital One. Der Konsens liegt bei einem Gewinn je Aktie (EPS) von rund 4,07 USD, was einem Anstieg von etwa 31,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Können diese Prognosen den Kurs stützen?
Wesentliche Kerndaten im Überblick:
– Konsens-EPS: ~4,07 USD (Anstieg ~31,7 % gg. Vorjahr; jüngste sieben Tage: leichte Revision auf 3,98 USD, +28,8 % gg. Vorjahr)
– Umsatzprognose: 15,32–15,487 Mrd. USD (≈ +50,3 % gg. Vorjahr)
– Erwarteter NIM: 8,3 % (vorjahr: 7,0 %)
Starke Quartalsprognosen
Die optimistischen Schätzungen fußen vor allem auf dem Kreditkartengeschäft und der Integration von Discover Financial. Analysten rechnen mit einem deutlich höheren Nettozinsüberschuss (NIM) von etwa 8,3 % und mit sinkenden Wertberichtigungen: Die Gesamt‑Nettoausfallrate wird bei rund 3,2 % erwartet (vorher 3,6 %), die kreditkartenspezifische Charge‑off‑Rate bei etwa 5,0 % (vorher 6,0 %). Weitere Prognosen nennen eine verbesserte Effizienzquote von 55,8 % (vorher 59,8 %) und eine gesteigerte Gesamtkapitalquote von circa 16,7 % (vorher 16,4 %).
Diese Kennzahlen würden Margen und Profitabilität stützen, sofern sie sich in den Zahlen bestätigen.
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Marktreaktion und Risiken
Der Markt bleibt überwiegend positiv: 15 Analysten geben derzeit eine Kaufempfehlung. Mehrere Institute hoben zuletzt ihre Kursziele an — RBC Capital auf 275 USD (vorher 255 USD, „Sector Perform“), Bank of America auf 268 USD (vorher 248 USD, „Buy“) und BTIG auf 308 USD (vorher 264 USD). Zugleich zeigte die Aktie jüngst Schwäche: Gestern schloss sie bei 236,97 USD; innerhalb der letzten Woche verlor sie 7,3 %, über 30 Tage 1,9 %; die 52‑Wochen‑Spanne reicht von 143,22 USD bis 259,64 USD.
Neben Integrationsrisiken bei Discover nennen Analysten erhöhte Integrationskosten und möglicherweise geringere Synergien als kurzfristige Belastungen. Zusätzlich steht die Branche unter regulatorischer Beobachtung: Diskussionen über einen möglichen Deckel von 10 % auf Kreditkarten‑Zinsen könnten Erträge drücken. Kommentatoren wie Jim Cramer warnten, CEO Richard Fairbank würde im Falle einer solchen Deckelung scharfer Kritik ausgesetzt sein.
Konkrete Bedingung für die Kursentwicklung: Bestätigen sich NIM‑Steigerung und sinkende Charge‑offs, spricht das für stabilere Margen. Treten hingegen höhere Integrationskosten oder ein regulatorischer Zinsschnitt ein, dürfte das den positiven Ausblick deutlich dämpfen.
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