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Symbolbild, KI-generiert

Canopy Growth Aktie: Zölle bremsen Erholung

Der Cannabis-Konzern verzeichnet sinkende Verluste und Umsatzwachstum, doch höhere US-Importzölle bei der Tochter Storz & Bickel drücken die Profitabilität und belasten die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starke Verringerung des Nettoverlustes um 49 Prozent
  • Importzölle drücken Margen der Tochter Storz & Bickel
  • Übernahme von MTL Cannabis soll Synergien heben
  • Analysten starten mit Kaufempfehlung für die Aktie

Der Cannabis-Konzern Canopy Growth arbeitet sich operativ aus dem Tal, verzeichnet an der Börse aber einen spürbaren Rückschlag. Während die jüngsten Quartalszahlen auf eine fundamentale Erholung hindeuten, sorgen höhere Zölle bei der wichtigen Tochtergesellschaft Storz & Bickel für Margendruck. Diese Diskrepanz lässt Anleger derzeit vorsichtig agieren.

Führungswechsel und Margendruck

Verantwortlich für den jüngsten Kursrutsch von knapp elf Prozent sind vor allem Gegenwinde im Verdampfer-Geschäft. Die Bruttomarge der deutschen Tochter Storz & Bickel fiel im dritten Geschäftsquartal von 40 auf 37 Prozent. Höhere US-Importzölle und geringere Verkaufsvolumina belasten hier die Profitabilität.

Zeitgleich steht eine Zäsur an der Unternehmensspitze an: Gründer Jürgen Bickel übergab die Leitung der Tochtergesellschaft Anfang April nach 25 Jahren an den langjährigen Manager David Männer. Dieser soll nun mit seiner operativen Erfahrung das US-Wachstum beschleunigen und die Profitabilität stabilisieren.

Operative Fortschritte stützen

Abseits dieser Herausforderungen zeigen die Kernkennzahlen des Konzerns in die richtige Richtung. Der Nettoverlust verringerte sich im Jahresvergleich um 49 Prozent. Gleichzeitig schrumpfte der bereinigte EBITDA-Verlust dank strikter Verwaltungskostensenkungen um 17 Prozent auf drei Millionen US-Dollar. Auch der Umsatz im kanadischen Heimatmarkt wuchs sowohl im medizinischen Bereich als auch bei Freizeit-Cannabis spürbar.

Zusätzliches Gewicht erhält die Erholungsstrategie durch die Mitte März 2026 abgeschlossene Übernahme von MTL Cannabis. Der Zukauf soll innerhalb von 18 Monaten Synergien von rund zehn Millionen US-Dollar heben und den Weg zu einem positiven EBITDA im Geschäftsjahr 2027 ebnen. Analysten von Canaccord bewerten den strategischen Wechsel zu einer hauseigenen Produktionsstrategie positiv und starteten die Bewertung der Aktie kürzlich mit einer Kaufempfehlung sowie einem Kursziel von 2,00 Kanadischen Dollar.

Ein detailliertes Bild der weiteren Entwicklung wird sich im Mai 2026 ergeben. Dann präsentiert CEO Luc Mongeau die Jahresergebnisse. Diese Zahlen werden den Beleg liefern müssen, inwiefern die Integration von MTL Cannabis und die neue Markenstrategie bereits zu greifbaren finanziellen Verbesserungen führen.

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