Der Weg zur Profitabilität wird für Canopy Growth immer konkreter — doch ein entscheidender Hebel bleibt blockiert. Die US-Bundesbehörde DEA hat am 10. April bestätigt, dass das Verfahren zur Neueinstufung von Cannabis im Rahmen des Controlled Substances Act weiterhin auf Eis liegt. Für ein Unternehmen, das operativ Fortschritte macht, ist das ein erheblicher Gegenwind.
Warum die DEA-Blockade so schwer wiegt
Ein Verwaltungsrichter hatte das Anhörungsverfahren zur Neueinstufung bereits Mitte Januar auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Alle 90 Tage müssen die Beteiligten einen Statusbericht einreichen — der jüngste enthält lediglich den Hinweis, dass die Sache noch aussteht. Kein Zeitplan, keine nächsten Schritte.
Das ist bemerkenswert, weil US-Präsident Trump im Dezember 2025 per Exekutivorder angewiesen hatte, den Prozess zur Neueinstufung von Schedule I auf Schedule III zu beschleunigen. Die DEA stellte jedoch klar: Auch eine präsidentielle Anweisung ändert nichts daran, dass die vorgeschriebenen Verwaltungsschritte vollständig durchlaufen werden müssen. Einem aktuellen Bericht zufolge soll jemand in der Trump-Administration die Fertigstellung des Vorschlags aktiv aufhalten.
Die wirtschaftliche Bedeutung einer erfolgreichen Neueinstufung wäre erheblich. Derzeit zwingt die sogenannte Section 280E viele US-Cannabis-Betreiber zu effektiven Steuersätzen von rund 70 Prozent oder mehr. Eine Neueinstufung würde diese Belastung deutlich reduzieren — und eine breite Neubewertung des gesamten Sektors auslösen. Canopy Growth, primär in Kanada aktiv, würde von einer solchen Neubewertung profitieren.
Operative Fortschritte, starker Katalysator voraus
Abseits der regulatorischen Unsicherheit entwickelt sich das Unternehmen operativ weiter. Der bereinigte EBITDA-Verlust wurde zuletzt auf C$3 Millionen eingedämmt — der niedrigste Wert in der Unternehmensgeschichte. Der Nettoverlust sank im Jahresvergleich um 49 Prozent. Das Management peilt positive bereinigte EBITDA-Zahlen im Geschäftsjahr 2027 an.
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Im März 2026 schloss Canopy Growth die Übernahme von MTL Cannabis ab und schuf damit nach eigenen Angaben Kanadas umsatzstärkstes Medizinalcannabis-Unternehmen. Die erwarteten Synergien belaufen sich auf rund C$10 Millionen innerhalb von 18 Monaten. Wie stark sich die Akquisition bereits in den Zahlen niederschlägt, wird am 29. Mai 2026 sichtbar — dann veröffentlicht das Unternehmen die Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (vorläufiger Termin).
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Branchensaison: Historisch gesehen erreicht die Nachfrage nach Cannabis-Produkten rund um den 20. April ihren saisonalen Höhepunkt. Der US Cannabis Spot Index stieg zuletzt um 4,3 Prozent auf 1.059 US-Dollar je Pfund — ein positives Signal für die Preisentwicklung im Sektor.
Die Q4-Zahlen Ende Mai werden zeigen, ob operative Verbesserungen und MTL-Integration gemeinsam stark genug sind, um die anhaltende regulatorische Unsicherheit aus Washington zu überlagern.
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