Der kanadische Cannabis-Produzent Canopy Growth drückt operativ aufs Tempo. Mit einer neuen Marke für das Niedrigpreissegment und personellen Umstrukturierungen bei wichtigen Tochtergesellschaften will das Unternehmen Marktanteile sichern. An der Börse verfehlen diese Nachrichten bislang ihre Wirkung, denn die Papiere stecken tief in der Verlustzone fest.
Fokus auf preisbewusste Konsumenten
Gestern führte der Konzern die Marke „Deelish“ ein. Das Ziel ist klar definiert: Konsumenten sollen hochpotente Cannabisprodukte zu erschwinglichen Preisen erhalten. Dabei setzt das Management auf eine rotierende Genetik-Strategie. Anstatt sich auf ein einziges Profil festzulegen, werden die Sorten regelmäßig ausgetauscht, um flexibel auf wechselnde Kundenwünsche zu reagieren. Laut CEO Luc Mongeau basiert dieser Schritt auf direktem Kundenfeedback, da das Value-Segment derzeit zu den aktivsten Bereichen des kanadischen Marktes zählt. Die Produkte mit einem THC-Gehalt von bis zu 33 Prozent stehen ab sofort in ausgewählten Geschäften in Ontario und Alberta in den Regalen.
Rote Zahlen belasten den Kurs
Trotz der Ausweitung des Portfolios bleibt die Aktie unter erheblichem Druck. Mit einem Kurs von rund 0,86 US-Dollar verzeichnet das Papier im laufenden Jahr bereits ein Minus von etwa 23 Prozent. Die Marktkapitalisierung ist auf 328 Millionen US-Dollar geschmolzen. Analysten bewerten die Lage entsprechend gemischt. Während einige Experten an Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 2,00 Kanadischen Dollar festhalten, raten andere zum Verkauf. Als Hauptgründe für die Skepsis der institutionellen Beobachter gelten die anhaltenden Nettoverluste und ein negativer Cashflow. Technische Indikatoren wie der Relative-Stärke-Index (RSI) von rund 28 signalisieren mittlerweile einen überverkauften Zustand.
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Umbau auf Führungsebene
Abseits des Freizeitmarktes gibt es Bewegung in der medizinischen Sparte. Die konzerneigene Apollo Cannabis Clinic sicherte sich diese Woche eine Branchenauszeichnung, was gut zum jüngsten Umsatzwachstum von 17 Prozent in diesem Segment passt. Gleichzeitig vollzieht Canopy Growth genau heute einen wichtigen Führungswechsel. Bei der Tochtergesellschaft Storz & Bickel übernimmt der langjährige Mitarbeiter David Männer die Geschäftsführung vom Mitgründer Jürgen Bickel.
Diese personelle Neuausrichtung folgt direkt auf die Mitte März abgeschlossene Übernahme von MTL Cannabis. Canopy Growth versucht damit, seine Position als umsatzstärkster Anbieter von medizinischem Cannabis in Kanada abzusichern. Die operative Expansion steht nun dem drängenden Bedarf gegenüber, die finanzielle Bilanz zu stabilisieren und die Bedenken der Analysten bezüglich des Cashflows auszuräumen.
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