Canopy Growth hat die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Das Bild ist zweigeteilt: Das Kanadageschäft läuft gut, internationale Märkte und das Storz-&-Bickel-Segment bremsen den Fortschritt.
Der Gesamtumsatz blieb mit 75 Millionen US-Dollar auf Vorjahresniveau. Dahinter verbergen sich jedoch gegenläufige Entwicklungen. Die Cannabis-Erlöse in Kanada legten solide zu — medizinisches Cannabis wuchs um 15 Prozent auf 23 Millionen Dollar, getrieben durch mehr Kassenpatienten und höhere Bestellvolumen. Das Freizeitgeschäft legte ebenfalls um 8 Prozent zu, vor allem dank neuer Produktformate wie Infused Pre-Rolls und All-in-One-Vapes der Marken Tweed, 7ACRES und Claybourne.
Schwäche im Ausland, Fortschritte beim Verlust
Das internationale Geschäft trübte das Bild spürbar ein. Die Erlöse außerhalb Kanadas brachen um 31 Prozent ein — Lieferkettenprobleme in Europa waren der Hauptgrund. Storz & Bickel verzeichnete ein Minus von 9 Prozent, belastet durch einen schwierigen Vergleichszeitraum und anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher.
Beim Nettoverlust gab es hingegen deutliche Fortschritte: Er schrumpfte um 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte EBITDA-Verlust verbesserte sich zum dritten Mal in Folge und lag bei 3 Millionen Dollar — hauptsächlich durch Einsparungen bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten. Die Liquidität steht mit 371 Millionen Dollar in bar und einer Netto-Cash-Position von 146 Millionen Dollar auf solider Basis.
Übernahme, Schulden und neues Preissegment
Im März 2026 schloss Canopy die Übernahme von MTL Cannabis ab und bezeichnet das kombinierte Unternehmen als Kanadas führendes medizinisches Cannabisgeschäft nach Umsatz. Die Transaktion umfasste rund 41,2 Millionen neue Canopy-Aktien sowie eine Barzahlung von etwa 18,5 Millionen Dollar. Erwartete Synergien von rund 10 Millionen Dollar sollen innerhalb von 18 Monaten realisiert werden. Das Ziel: positives bereinigtes EBITDA im Geschäftsjahr 2027.
Parallel dazu hat Canopy im Januar 2026 seine Schulden restrukturiert — alle Fälligkeiten wurden bis mindestens Januar 2031 verlängert. Ein neues Darlehen brachte netto 150 Millionen US-Dollar, zudem wurden rund 96,4 Millionen kanadische Dollar an Schuldverschreibungen gegen neue Wandelanleihen getauscht.
Auf der Produktseite lancierte Canopy die neue Marke Deelish, die auf preisbewusste Konsumenten zielt und mit THC-Gehalten von 27 bis 33 Prozent im Blütenbereich antritt. Die Marke rotiert ihr Sortenangebot regelmäßig — ein Versuch, sich im hart umkämpften Freizeitmarkt zu differenzieren.
Analysten bleiben zurückhaltend
Das Analystenbild ist gespalten. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel an der TSX liegt bei 2,383 kanadischen Dollar, zwei Analysten empfehlen den Kauf, einer rät zum Verkauf — das Gesamtrating lautet Neutral. Als Belastungsfaktoren gelten weiterhin schrumpfende Gesamterlöse, anhaltende Verluste und negativer Cashflow.
Mit dem Jahresergebnis im Mai 2026 steht der nächste konkrete Prüfstein an: CEO Luc Mongeau hat angekündigt, dann detailliertere strategische Pläne vorzulegen — und zu zeigen, ob MTL-Integration und das neue Preissegment tatsächlich in den Zahlen ankommen.
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