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Symbolbild, KI-generiert

Canopy Growth: 0,40 Dollar Verlust je Aktie

Canopy Growth verfehlt Erwartungen mit hohem Verlust je Aktie. Analysten raten mehrheitlich zum Halten, während der Aktienkurs weiter nachgibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nettoumsatz von 71,2 Millionen CAD
  • Verlust je Aktie von 0,40 CAD
  • Mehrheitlich „Halten“-Rating der Analysten
  • CEO verkauft Aktien aus Steuergründen

Juni 2026 veröffentlichten Zahlen zum vierten Geschäftsquartal für Ernüchterung gesorgt. Der kanadische Cannabiskonzern wies einen Nettoumsatz von 71,245 Millionen kanadischen Dollar aus, umgerechnet rund 51,94 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich stand ein Verlust je Aktie von 0,40 kanadischen Dollar, was etwa 0,29 US-Dollar entspricht – ein deutlich größeres Minus, als zunächst kursierende Zahlen nahelegten.

Der Kurs spürt den Gegenwind. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 0,8078 Euro, ein Tagesminus von 2,91 Prozent. Damit liegt das Papier nur noch 7,71 Prozent über dem am 30. März 2026 markierten 52-Wochen-Tief von 0,75 Euro.

Analysten bleiben zurückhaltend

Sechs Analysehäuser, die Canopy Growth beobachten, kommen in der Summe auf ein „Hold“-Rating: Ein Haus rät zum Verkauf, drei zum Halten, zwei zum Kauf. Für das kommende Quartal rechnen Analysten mit einem Verlust je Aktie von 0,04 US-Dollar bei einem Umsatz von rund 58,52 Millionen US-Dollar. Die nächsten Quartalszahlen der an der Toronto Stock Exchange gelisteten Aktie WEED.TO sind für den 7. August 2026 angesetzt.

Insider-Transaktionen aus steuerlichen Gründen

Für Aufmerksamkeit sorgten zudem Transaktionen im Management. CEO Luc Mongeau gab am 17. Juni 2026 im Rahmen einer steuerbedingten Veräußerung zugeteilter Restricted Stock Units 135.231 Aktien zu einem Kurs von 0,9741 US-Dollar ab. Vorstandsmitglied Christelle Gedeon veräußerte im gleichen Zusammenhang 58.994 Aktien zum selben Kurs. Es handelte sich damit nicht um klassische Marktverkäufe, sondern um steuerlich bedingte Abgaben aus Aktienvergütungsprogrammen.

Parallel dazu bleibt die Wette gegen das Papier hoch: Zum Stichtag 29. Mai 2026 waren 22,62 Millionen Aktien leerverkauft, was 5,61 Prozent des Streubesitzes entspricht. Die Deckungsdauer lag bei 2,8 Tagen, der Wert war gegenüber der Vorperiode um 1,75 Prozent gesunken.

Vom Höhenflug zum Pennystock

Die Kursentwicklung von Canopy Growth illustriert den Absturz der einst gefeierten kanadischen Cannabisbranche. Die Aktie war nach der Legalisierung 2018 bis auf 52,03 US-Dollar gestiegen, fiel danach auf rund 26 US-Dollar und notiert inzwischen unter einem US-Dollar. Auslöser für den branchenweiten Einbruch waren unter anderem sinkende Großhandelspreise, die seit Beginn entsprechender Erhebungen um rund 17 Prozent nachgegeben haben, sowie ein anhaltend großer Schwarzmarkt: Schätzungen zufolge kaufen weiterhin rund drei Viertel der Konsumenten illegal, weil legales Cannabis mit 10,65 kanadischen Dollar je Gramm deutlich teurer ist als illegale Ware mit 5,93 kanadischen Dollar. Die gesamte legale Branche in Kanada wird auf 8,6 Milliarden kanadische Dollar taxiert, was rund 0,3 Prozent der Wirtschaftsleistung entspricht.

Für Canopy Growth kommt hinzu, dass frühere Diversifizierungsversuche wie die Investition in die Sportgetränkemarke BioSteel das Ergebnis belastet haben, während das Geschäft mit medizinischem Cannabis als vergleichsweise robust gilt. Mit Blick auf die anstehenden Zahlen am 7. August dürfte die Aktie vorerst ein Spielball von Branchen- und Unternehmensnachrichten bleiben.

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