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Campbell Soup Aktie: 6 Prozent trotz S&P-Rauswurf

Der Suppenkonzern zeigt sich nach dem Index-Ausschluss widerstandsfähig und legt zu. Ein Sparprogramm soll die Wende bringen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von sechs Prozent in einer Woche
  • Sparziel von 375 Millionen Dollar bis 2028
  • Gewinn je Aktie zuletzt um 32 Prozent eingebrochen
  • Aktienrückkäufe vorerst gestoppt

The Campbell’s Company blickt auf eine turbulente Woche zurück. Trotz des Ausscheidens aus dem S&P 500 Index legte der Kurs deutlich zu. Innerhalb von sieben Tagen kletterte die Aktie um rund sechs Prozent.

Index-Abstieg und Marktreaktion

Am Montag verlor der Suppen-Spezialist seinen Platz im prestigeträchtigen S&P 500. Flex und Marvell Technology rückten im Zuge einer Neugewichtung nach. Normalerweise löst ein solcher Abstieg massiven Verkaufsdruck durch Indexfonds aus. Passive Fonds müssen ihre Bestände bei einem Index-Ausschluss zwingend veräußern.

An der Börse überwog diesmal die Zuversicht. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 19,76 Euro. Damit liegt der Kurs fast neun Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Dennoch notiert das Papier weiterhin deutlich unter der 200-Tage-Linie.

Sparkurs gegen Gewinn-Erosion

Hinter der Erholung steckt ein radikaler Umbau. Das Management reagiert damit auf schwache Zahlen im dritten Geschäftsquartal. Der bereinigte Gewinn je Aktie brach zuletzt um 32 Prozent ein. Hohe Zölle und steigende Kosten setzten der Profitabilität massiv zu.

Inflation und eine abkühlende Nachfrage belasten das Geschäft mit Snacks und Getränken. Der Umsatz sank in diesen Sparten um rund vier Prozent. Das Unternehmen steuert nun massiv gegen.

Bis zum Jahr 2028 will der Konzern 375 Millionen US-Dollar einsparen. Parallel dazu prüft die Führung den Verkauf schwacher Marken. Das Ziel ist eine Konzentration auf Wachstumsträger wie die neuen Saucen-Linien. Dieser strategische Schwenk geht mit der Umfirmierung in „The Campbell’s Company“ einher.

Fokus auf Bilanzstabilität

Um das Investment-Grade-Rating zu sichern, tritt Campbell’s bei den Ausgaben auf die Bremse. Das Management signalisierte eine Pause bei den Aktienrückkäufen. Auch bei der Dividende plant das Unternehmen künftig einen konservativen Kurs. Kapital soll vorrangig in den Schuldenabbau fließen.

Trotz der jüngsten Rally bleibt die langfristige Bilanz ernüchternd. Auf Jahressicht verlor das Papier über 25 Prozent an Wert. Der RSI von 62 signalisiert zudem, dass die Aktie sich dem überkauften Bereich nähert. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 16 Prozent in den Büchern.

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