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Cameco Aktie: Rekordergebnis erreicht

Der Uranproduzent Cameco verzeichnet Kursverluste infolge einer abkühlenden Marktstimmung, während ein Milliardenvertrag mit Indien und positive Analystenstimmen die langfristige Perspektive stützen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert deutlich in volatiler Handelssitzung
  • Strategischer Milliardenauftrag für Uranlieferungen nach Indien
  • Analysten bekräftigen Kaufempfehlungen und erhöhen Kursziele
  • Solide Jahresbilanz mit starkem Umsatz- und EBITDA-Wachstum

Cameco startet volatil ins Wochenende. Der Titel leidet unter abkühlender Uran-Stimmung und auffällig vielen bärischen Optionswetten. Gleichzeitig liefern ein großer Indien-Vertrag und mehrere Analystenstimmen Argumente für die langfristige Story.

Kursdruck trifft Sektor

In den letzten Sitzungen stand die Aktie spürbar unter Verkaufsdruck. Gestern lag das Handelsvolumen bei über 2,1 Millionen Aktien, der Kurs verlor rund 1,7% auf 111,70 US-Dollar.

Zuvor war der Rücksetzer noch deutlicher: Am Dienstag rutschte die Aktie im Tagesverlauf um 6,4% ab, markierte ein Tief bei 112,58 US-Dollar und schloss bei 117,74 US-Dollar. Dabei wechselten rund 5,5 Millionen Aktien den Besitzer – etwa 21% mehr als das durchschnittliche Tagesvolumen. Am Tag zuvor hatte der Titel noch bei 125,74 US-Dollar geschlossen.

Am Mittwoch ging es zudem um 4,2% nach unten. Das Muster passt laut Artikel am ehesten zu einem breiteren Rückzug im Uran-Sektor, ausgelöst durch nachlassende Dynamik beim Uranpreis und eine insgesamt defensivere Marktstimmung in uranium-nahen Aktien.

Optionen: Mehr Absicherung nach unten

Auffällig war gestern auch der Optionsmarkt: Ein Scanner meldete 13 „außergewöhnliche“ Aktivitäten. Bei größeren Marktteilnehmern war die Stimmung dabei klar gespalten – 23% wurden als bullisch, 61% als bärisch eingeordnet.

Konkret entfielen 6 Trades auf Puts mit einem Volumen von 674.135 US-Dollar, gegenüber 7 Call-Trades über 639.838 US-Dollar. Der Überhang auf der Put-Seite spricht dafür, dass ein Teil der Akteure kurzfristig eher mit weiterem Abwärtsdruck rechnet.

Uranpreis kühlt ab – trotz starker Langfristpreise

Der Kurs hängt eng am Rohstoff: Der Spotpreis für Uran stieg Ende Januar auf 94,28 US-Dollar je Pfund, der langfristige Preis lag bei 89 US-Dollar. Ende Februar korrigierte der Spotpreis dann auf 86,95 US-Dollar, während der langfristige Preis auf 90 US-Dollar zulegte.

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Genau diese Abkühlung im Spotmarkt kann die Stimmung bei Uran-Produzenten bremsen, selbst wenn die längerfristigen Fundamentaldaten stabil bleiben. Uran-Futures wurden zuletzt im Bereich der mittleren 80 US-Dollar je Pfund genannt, nach dem Rücklauf von den Höchstständen Ende Januar. Laut Artikel könnte der Spotpreis dennoch wieder Richtung des 2024er-Hochs von 100,25 US-Dollar testen; der langfristige Preis liegt zudem auf dem höchsten Stand seit 2008. Was zählt an der Börse kurzfristig mehr – der abgekühlte Spotmarkt oder die festeren Langfristpreise? Die jüngsten Bewegungen deuten eher auf Ersteres.

Indien-Deal und Analysten bleiben konstruktiv

Trotz der Turbulenzen meldete Cameco in dieser Woche einen strategisch wichtigen Vertragsabschluss: Ein langfristiges Abkommen zur Lieferung von Uranerzkonzentrat nach Indien für dessen Kernreaktoren, mit einem Volumen von rund 1,9 Mrd. US-Dollar. Die Vereinbarung wurde am Montag bekanntgegeben, vor dem Hintergrund engerer Beziehungen zwischen Kanada und Indien.

Auf Analystenseite blieben mehrere Häuser positiv: Goldman Sachs bestätigte am Dienstag ein „Buy“-Rating mit Kursziel 131 US-Dollar. GLJ Research bekräftigte im Februar ein „Buy“ mit Kursziel 171,20 US-Dollar. Die Royal Bank of Canada hob ihr Kursziel von 150 auf 160 US-Dollar an und stufte die Aktie als „Outperform“ ein. Insgesamt wird das Unternehmen laut Artikel von 16 Brokerhäusern beobachtet; im Schnitt lautet das Rating „Moderate Buy“.

Zahlen: Q4 über Erwartung, Bilanz solide

Operativ lieferte Cameco zuletzt bessere Zahlen als erwartet: Für Q4 2025 meldete das Unternehmen ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 36 Cent, 38% mehr als im Vorjahr und 24% über der Zacks-Konsensschätzung. Der Quartalsumsatz lag bei 861,5 Mio. US-Dollar. Im Gesamtjahr erreichten die Erlöse 3,482 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 10,5%.

Das bereinigte EBITDA stieg im Gesamtjahr um rund 398 Mio. auf 1,9 Mrd. US-Dollar. Als Treiber nennt der Artikel vor allem Beiträge aus dem Uran-Segment (verbessertes Preisumfeld) sowie einen höheren Anteil an Westinghouse-Umsätzen im Zusammenhang mit dem Dukovany-Bauprojekt.

Zum Jahresende 2025 standen 1,2 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln und kurzfristigen Anlagen 1,0 Mrd. US-Dollar Schulden gegenüber.

Der nächste zentrale Termin ist der Ergebnisbericht am 1. Mai. Für 2026 erwartet Cameco eine Uranproduktion von 19,5 bis 21,5 Mio. Pfund, Fuel-Services-Produktion von 13 bis 14 Mio. Kilogramm Uranprodukt sowie Uran-Auslieferungen von 29 bis 32 Mio. Pfund.

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Diskussion zu Cameco

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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