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Cameco Aktie: Gewinn verfehlt Schätzung deutlich

Cameco plant Produktionssteigerung auf 25 Mio. Pfund, verfehlt aber Q2-Erwartungen. Analysten stufen Aktie ab, Westinghouse-IPO rückt in den Fokus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Produktionsausbau auf 25 Mio. Pfund
  • Q2-Zahlen verfehlen Analystenerwartungen
  • Zwei Herabstufungen innerhalb einer Woche
  • Westinghouse-IPO bei SEC eingereicht

Cameco treibt seine Wachstumspläne voran, während die jüngsten Quartalszahlen bei Analysten für Skepsis sorgen. Konzernchef Grant Isaac erklärte am Mittwoch, das Unternehmen sei bereit, die Produktion an seinen Tier-One-Anlagen McArthur River und Key Lake von derzeit 10 bis 11,5 Millionen Pfund auf bis zu 25 Millionen Pfund U3O8 zu steigern, sollte die Marktnachfrage dies rechtfertigen. Der Ausbauplan zeigt, wie stark Cameco auf eine anhaltend feste Uranpreisentwicklung setzt.

Q2-Zahlen verfehlen Erwartungen deutlich

Am 31. Juli hatte Cameco Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt, die hinter den Erwartungen zurückblieben. Der Umsatz sank um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 814 Millionen US-Dollar, der bereinigte Gewinn lag bei 77 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,13 US-Dollar pro Aktie – deutlich unter der Konsensschätzung von 0,26 US-Dollar.

Im Uransegment produzierte Cameco 3,9 Millionen Pfund, verkaufte aber 7,1 Millionen Pfund zu einem durchschnittlichen Preis von 93,13 US-Dollar pro Pfund.

Auch der Anteil an Westinghouse belastete: Cameco hält 49 Prozent an dem Unternehmen, dessen bereinigtes EBITDA im zweiten Quartal auf 163 Millionen US-Dollar fiel, nach 352 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal, als ein Einmalprojekt in Tschechien das Ergebnis stützte.

Trotz der Gewinnverfehlung hielt das Management an seiner Jahresprognose fest: Der Umsatz soll 2026 zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden US-Dollar liegen, die konsolidierte Uranproduktion zwischen 19,5 und 21,5 Millionen Pfund. Zudem meldete Cameco den offiziellen Abschluss der gemeinsamen Transaktion mit Orano zum Kauf des TEPCO-Anteils an der Cigar-Lake-Mine.

Analysten reagieren mit Herabstufungen

Die schwachen Quartalszahlen blieben an der Wall Street nicht ohne Folgen. Wall Street Zen stufte Cameco am 8. August von „Hold“ auf „Sell“ zurück. Wenige Tage später, am 13. August, folgte eine weitere Herabstufung: Ein Analyst von Seeking Alpha senkte die Einschätzung von „Buy“ auf „Hold“ und verwies auf die hohe Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 170 sowie auf die Ergebnisvolatilität, trotz eines unterstützenden Uranpreisumfelds.

Auf institutioneller Ebene zeigte sich ein gemischtes Bild: Während NewEdge Advisors seine Cameco-Position im ersten Quartal um 22,9 Prozent auf noch 167.322 Aktien reduzierte, stockte Bison Wealth seine Beteiligung um 16,1 Prozent auf 21.448 Aktien auf. Zudem verließ Dominique Minière mit Wirkung zum 26. Juli den Verwaltungsrat des Unternehmens.

Kursreaktion bleibt verhalten

An der Börse zeigt sich der Titel bislang wenig beeindruckt von den kritischen Stimmen. Die Aktie notiert aktuell bei 85,56 Euro und legte binnen 30 Tagen um 8,4 Prozent zu. Die Marktkapitalisierung liegt bei umgerechnet 37,44 Milliarden Euro.

Der Relative-Stärke-Index von 58,2 signalisiert keine Überhitzung, während die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 39 Prozent auf spürbare Kursschwankungen hindeutet – ein Umstand, der zur zuletzt beschriebenen Ergebnisvolatilität passt.

Im Zentrum der weiteren Entwicklung dürfte die geplante Börsennotierung von Westinghouse stehen: Das Unternehmen hatte am 31. Juli vertraulich einen Entwurf einer Registrierungserklärung nach Form S-1 bei der US-Börsenaufsicht SEC für einen möglichen Börsengang eingereicht. Anleger richten den Blick nun auf die Quartalszahlen für das dritte Quartal, die Cameco am 30. Oktober vor Handelsbeginn veröffentlichen will.

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