Cabot Corporation steht vor einem Spagat: Während die Nachfrage im klassischen Reifengeschäft schwächelt, setzt der Spezialchemie-Konzern massiv auf die Elektromobilität. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen zwar deutliche Rückgänge beim Gewinn, doch hinter den Kulissen baut das Unternehmen seine Marktposition durch Zukäufe und Partnerschaften gezielt aus.
Rückgang im Kerngeschäft belastet
Die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 spiegeln die aktuelle Zurückhaltung in der Industrie wider. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) sank im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 1,53 US-Dollar, während der Umsatz um gut 11 % auf 849 Millionen US-Dollar nachgab.
Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem das Segment „Reinforcement Materials“, das traditionell eng mit der Automobil- und Reifenindustrie verknüpft ist. Hier führten niedrigere Absatzmengen – insbesondere in Nordamerika und Asien – zu einem deutlichen Einbruch des operativen Ergebnisses (EBIT) um 22 %. Ein Lichtblick blieb Europa, wo die Volumina entgegen dem Trend leicht zulegten. Kann das wachsende Batterie-Geschäft diese Schwäche in den Kernmärkten langfristig auffangen?
Batteriematerialien als Wachstumstreiber
Während das traditionelle Geschäft unter Druck steht, lieferte der Bereich „Performance Chemicals“ positive Impulse. Dank eines vorteilhaften Produktmixes, der vor allem durch Materialien für Batterien getragen wurde, stieg das operative Ergebnis in diesem Segment um 7 %.
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Um diesen Wachstumspfad zu festigen, hat Cabot zwei wichtige strategische Weichen gestellt:
* Expansion in Mexiko: Die Übernahme von Mexico Carbon Manufacturing von Bridgestone wurde Anfang Februar abgeschlossen. Die räumliche Nähe zum bestehenden Werk in Altamira soll die Produktionskapazitäten und die operative Flexibilität deutlich erhöhen.
* Großauftrag von PowerCo: Cabot sicherte sich eine mehrjährige Liefervereinbarung mit der Volkswagen-Tochter PowerCo. Dabei geht es um leitfähige Kohlenstoffe für Lithium-Ionen-Batterien – ein entscheidender Schritt, um im Bereich der E-Mobilität weiter Fuß zu fassen.
Ausblick und Marktreaktion
Trotz der operativen Herausforderungen im ersten Quartal blickt das Management vorsichtig optimistisch auf das restliche Geschäftsjahr. Die Prognose für das bereinigte EPS wurde auf eine Spanne zwischen 6,00 und 6,50 US-Dollar konkretisiert. Zudem hält das Unternehmen an seiner Aktionärspolitik fest und kündigte eine Quartalsdividende von 0,45 US-Dollar je Aktie an, die im März ausgezahlt werden soll.
An der Börse zeigt die Aktie nach einem schwierigen Vorjahr zuletzt Erholungstendenzen. Mit einem Schlusskurs von 64,00 Euro am Freitag konnte das Papier seit Jahresbeginn bereits um über 11 % zulegen und notiert damit wieder deutlich über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Den nächsten detaillierten Einblick in die Fortschritte beim Konzernumbau erhalten Anleger am 4. Mai 2026, wenn Cabot die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vorlegt.
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