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C3.ai Aktie: Verkauf im Gespräch?

Der KI-Spezialist C3.ai prüft einen Unternehmensverkauf nach Führungswechsel und schwachen Quartalszahlen. Die Aktie reagierte mit deutlichem Kursanstieg auf die Übernahmespekulationen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategische Überprüfung mit Verkaufsoption
  • CEO-Wechsel nach gesundheitsbedingtem Rückzug
  • Umsatzeinbruch und hoher Verlust im Quartal
  • Entscheidende Quartalszahlen Anfang Dezember erwartet

Der KI-Spezialist C3.ai steht offenbar zum Verkauf – zumindest wird eine strategische Überprüfung durchgeführt, die genau diese Option einschließt. Die Aktie reagierte prompt mit einem Kurssprung von über 4 %. Doch was steckt hinter den Gerüchten? Und könnte ein Verkauf tatsächlich die Rettung für das angeschlagene Unternehmen sein?

Gründer zieht sich zurück – Verkaufsgerüchte nehmen Fahrt auf

Die Spekulationen kommen nicht von ungefähr. Anfang September trat Thomas Siebel, Gründer und langjähriger CEO von C3.ai, aus gesundheitlichen Gründen zurück. Eine Autoimmunerkrankung, die zu einer erheblichen Sehbehinderung führte, zwang ihn zum Rückzug aus dem operativen Geschäft. Als Executive Chairman bleibt er dem Unternehmen zwar erhalten, doch die Führung übernahm Stephen Ehikian, zuvor bei Salesforce tätig.

Parallel zu diesem Führungswechsel prüft C3.ai nun verschiedene strategische Optionen – darunter auch einen kompletten Verkauf der Firma. Der Prozess befindet sich noch in einem frühen Stadium, doch allein die Nachricht reichte aus, um die zuletzt schwer gebeutelte Aktie anzutreiben.

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Zusätzliche Brisanz: Am 11. November veräußerte Siebel Aktien im Wert von rund 8,28 Millionen US-Dollar. Ein Insider-Verkauf in dieser Phase wirft unweigerlich Fragen auf.

Schwache Zahlen machen C3.ai zum Übernahmekandidaten

Die strategische Neuausrichtung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt – oder gerade deshalb. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres brach der Umsatz um 19 % ein, während das Unternehmen einen Nettoverlust von 116,8 Millionen US-Dollar verbuchte. Die Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief.

Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 2,15 Milliarden US-Dollar könnte C3.ai für größere Tech-Konzerne durchaus interessant sein – zumal der Wettbewerb im Unternehmens-KI-Sektor zunimmt. Konkurrenten wie Palantir gelten als deutlich besser positioniert, und auch Microsoft baut eigene KI-Plattformen auf. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Reduce“.

Entscheidende Quartalszahlen am 3. Dezember

Ob aus den Gerüchten Taten werden, könnte sich bereits in wenigen Wochen zeigen. Am 3. Dezember veröffentlicht C3.ai seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Es wird erwartet, dass der neue CEO Ehikian im Earnings Call weitere Details zur strategischen Überprüfung und zur künftigen Ausrichtung bekanntgibt. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben – angetrieben von Spekulationen über einen möglichen Verkauf und der Frage, ob das Unternehmen die Wende noch schaffen kann.

C3.ai Chart