C3.ai steckt in einem volatilen Umfeld: Die Aktie erreichte kürzlich ein 52-Wochen-Tief, gleichzeitig meldete das Unternehmen mehrere große US-Bundesaufträge und übertraf die Gewinnerwartungen im letzten Quartal. Reichen diese Bundesaufträge, um den Abwärtstrend zu stoppen?
Wesentliche Fakten auf einen Blick
– Q2 Fiskal 2026 Umsatz: 75,1 Mio. USD (Berichtszeitraum bis 31.10.2025)
– Non-GAAP Verlust je Aktie: 0,25 USD (Konsens: -0,33 USD)
– Subscription-Umsatz: 70,2 Mio. USD (93 % des Gesamtumsatzes)
– Federal/Defense/Aerospace Bookings: +89 % im Jahresvergleich
– Gesamt-Bookings: 86 Mio. USD (+49 % gegenüber dem Vorquartal)
– Kassenbestand (Bargeld & marktnahe Wertpapiere): 675 Mio. USD
– Aktie: 52-Wochen-Tief 12,56 USD (20.01.2026)
Neue Bundesaufträge
Anfang Dezember sicherte sich C3.ai mehrere großvolumige Aufträge aus dem US-Bundesbereich. Am 4. Dezember wählte das U.S. Department of Health and Human Services das Unternehmen zur Entwicklung einer einheitlichen Datenbasis für NIH und CMS, basierend auf der C3 Agentic AI Platform. Am 9. Dezember beauftragte das US Army Programm C3.ai mit KI-gestützten Logistikfunktionen zur Verbesserung von Prognosen für Teile, Treibstoff und Munition in umkämpften Einsatzszenarien. Zudem erhielt C3.ai am 11. Dezember eine FedRAMP-Autorisierung, die den Einsatz der Plattform für sensible Bundesanwendungen erlaubt.
Zahlen und Ausblick
Die am 3. Dezember veröffentlichten Q2-Ergebnisse lagen beim Umsatz im Rahmen der Erwartungen und bei den bereinigten Verlusten besser als prognostiziert. Die starke Gewichtung wiederkehrender Subscription-Umsätze (93 %) und das Wachstum der Bundes-Bookings (+89 % J/J) unterstreichen die zunehmende Verankerung im Regierungssektor. Dem stehen jedoch ein Jahresvergleichsumsatzrückgang von rund 20 % und der markante Kursrückgang gegenüber, der sich in dem 52-Wochen-Tief zeigt.
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Das Management sieht eine Verschiebung von experimentellen AI-Einsätzen zu umfassenderen Implementierungen bei Unternehmenskunden. Für das dritte Fiskalquartal 2026 gab C3.ai eine Umsatzprognose von 72–80 Mio. USD an; die Jahresprognose für Fiskaljahr 2026 liegt bei 289,5–309,5 Mio. USD. Die nächsten Quartalszahlen werden Ende Februar 2026 erwartet.
Wie aussagekräftig sind die Signale?
Die FedRAMP-Autorisierung und die neuen Verträge stärken die Position von C3.ai im öffentlichen Sektor und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Bundeskunden künftig mehr Umsatz generieren. Gleichzeitig verdeutlichen der anhaltende Umsatzrückgang und das 52-Wochen-Tief, dass die operative Erholung noch nicht vollumfänglich in den Zahlen und im Aktienkurs abgebildet ist. Ob die Bundesaufträge die bisherigen Rückgänge kompensieren können, hängt davon ab, wie schnell diese Vereinbarungen in wiederkehrenden Umsatz überführt werden.
Konkret bleibt das Ergebnis der Ende Februar erwarteten Q3-Zahlen entscheidend: Wird der Umsatz innerhalb der Spanne von 72–80 Mio. USD liegen und zeigen sich Fortschritte bei der Umsatzkonversion der Bundesaufträge, wäre das ein klares Indiz für eine Stabilisierung.
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