Starke Kursgewinne, schwache Fundamentaldaten – bei BYD klaffen Marktreaktion und operative Realität derzeit weit auseinander. Die Aktie des weltgrößten Elektroautobauers legte in Hongkong zuletzt um fast fünf Prozent zu, angetrieben von einer breiten Markterholung. Die jüngsten Quartalszahlen zeichnen ein deutlich düstereres Bild. Der Konzern kämpft mit dem stärksten Gewinnrückgang seit 2020.
Im ersten Quartal 2026 brach der Nettogewinn im Jahresvergleich um über 55 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan ein. Auch der Umsatz schrumpfte spürbar.
Besonders hart trifft es die Marge auf Fahrzeugebene. Verdiente BYD vor einem Jahr noch rund 8.800 Yuan an jedem verkauften Auto, schrumpfte dieser Wert laut Analystenschätzungen nun auf weniger als die Hälfte.
Preiskampf und Subventionskürzungen
Der anhaltende Preiskampf mit Konkurrenten wie Xiaomi und Geely zwingt das Management zu ständigen Rabatten. Erschwerend kommt eine geänderte Förderpolitik in China hinzu. Die Regierung strich die Steuerbefreiung für Elektroautos ab diesem Jahr merklich zusammen.
Für Plug-in-Hybride mit kurzer Reichweite entfielen die Subventionen sogar komplett. Das traf BYD empfindlich, da diese Modelle traditionell einen Großteil der Verkäufe ausmachen. Die inländischen Auslieferungen in diesem Segment brachen folglich um 62 Prozent ein.
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Software-Preise steigen, Export wächst
Um die sinkenden Margen abzufedern, dreht der Konzern an der Preisschraube für Zusatzleistungen. Seit Mai kostet das Fahrassistenzsystem „God’s Eye B“ 12.000 Yuan – ein Aufschlag von mehr als 20 Prozent. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit massiv gestiegenen Kosten für Speicherchips.
Parallel dazu forciert BYD die internationale Expansion. Im Auftaktquartal kletterten die Verkäufe im Ausland um knapp 56 Prozent auf über 321.000 Fahrzeuge. Europa spielt dabei eine Schlüsselrolle. Im ungarischen Szeged startete bereits die Vorproduktion, um künftig die hohen EU-Zölle auf Importfahrzeuge aus China zu umgehen.
Wachsender Schuldenberg
Die aggressive globale Expansion und der heimische Preiskampf hinterlassen tiefe Spuren in der Bilanz. Im abgelaufenen Quartal schossen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 72 Prozent auf den Rekordwert von 66,3 Milliarden Yuan in die Höhe. Die Investmentbank Morningstar weist darauf hin, dass BYD von einer Nettocash-Position in eine Nettoschulden-Position gerutscht ist. Die Analysten von Daiwa halten dennoch an ihrer Kaufempfehlung fest und rufen ein Kursziel von 130 Hongkong-Dollar auf, gestützt durch die starken Exportzahlen.
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