Rekordzahlen im Ausland, schrumpfende Gewinne in der Heimat. Bei BYD klaffen Realität und Anspruch derzeit weit auseinander. Der chinesische Autobauer verkauft so viele Fahrzeuge ins Ausland wie nie zuvor. Parallel dazu bricht der Heimatmarkt ein.
Im April setzte BYD insgesamt gut 321.000 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb ab. Das ist ein leichtes Plus zum Vormonat. Im Jahresvergleich steht jedoch ein Minus von rund 15 Prozent. Es ist der achte Rückgang in Folge.
Das internationale Geschäft rettet die Bilanz. Die Übersee-Lieferungen erreichten im April einen Rekordwert von rund 134.000 Einheiten. Das entspricht einem Sprung von fast 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit Jahresbeginn summieren sich die Exporte auf über 455.000 Fahrzeuge.
Preiskampf drückt auf die Marge
Ganz anders sieht es in China aus. Die Regierung hat die Steuerbefreiung für Elektroautos gekappt. Der maximale Rabatt liegt nun bei 15.000 Yuan pro Fahrzeug. Die Folge: BYDs Marktanteil fiel Anfang des Jahres auf 7,1 Prozent. Konkurrenten wie Volkswagen und Geely zogen vorbei.
Der harte Preiskampf hinterlässt tiefe Spuren in den Büchern. Der Nettogewinn stürzte im ersten Quartal um über 55 Prozent ab. Unter dem Strich blieben knapp 4,1 Milliarden Yuan. Der Umsatz sank zeitgleich auf rund 150 Milliarden Yuan. Damit übertraf der Konzern immerhin die gedämpften Erwartungen der Analysten.
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Neue Modelle sollen Wende bringen
Um die heimische Stagnation auszugleichen, setzt das Management auf eine Modelloffensive. Im Fokus steht der neue Elektro-SUV Datang. Nach seiner Premiere in Peking verzeichnete das Modell am ersten Tag über 30.000 Vorbestellungen.
Hinzu kommen neue Technologien. In den nächsten Monaten rollen mehr als zehn neue Modelle auf den Markt. Sie nutzen die zweite Generation der Blade-Batterien und laden extrem schnell. Das Ziel: BYD will im laufenden Jahr mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge exportieren.
Der US-Markt bleibt wegen hoher Importhürden vorerst verschlossen. BYD weicht deshalb auf Europa, Südostasien und Südamerika aus. In Brasilien meldete der Konzern im April fast 7.000 Neuzulassungen. Das ist ein neuer Monatsrekord.
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