BYD erlebt gerade einen bemerkenswerten Widerspruch: Im Februar übertrafen die Auslandslieferungen erstmals in der Unternehmensgeschichte die Inlandsverkäufe — während der Heimatmarkt gleichzeitig unter Druck gerät. Der chinesische Elektroautobauer steht vor einer strategischen Weichenstellung, deren finanzielle Konsequenzen am 27. März sichtbar werden.
Heimatmarkt unter Druck
Der Einbruch der China-Verkäufe um 41 Prozent im Februar lässt sich teilweise durch das verlängerte Neujahrsfest erklären. Bereinigt man die saisonalen Effekte, bleibt für Januar und Februar zusammen dennoch ein Rückgang von rund 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Strukturell kommt erschwerend hinzu: Seit Jahresbeginn gilt in China eine neue Kaufsteuer von fünf Prozent auf Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig holen Wettbewerber wie Geely und Leapmotor auf — sie greifen gezielt BYDs Kernklientel im mittleren Preissegment an. Der Marktanteil von BYD, der 2024 und 2025 noch zwischen 26 und 34 Prozent lag, schrumpft spürbar.
Rekordexporte und Europa-Offensive
International läuft es deutlich besser. Die Auslandslieferungen stiegen im Februar um rund 50 Prozent auf über 100.600 Einheiten — ein historischer Höchstwert. Im Gesamtjahr 2025 lieferte BYD mehr als 2,25 Millionen reine Batteriefahrzeuge aus, gegenüber 1,63 Millionen bei Tesla. Die Auslandsverkäufe überschritten 2025 erstmals die Millionenmarke, ein Plus von 150 Prozent. Für 2026 peilt BYD 1,3 Millionen Einheiten im Ausland an.
In Europa überholte BYD Tesla im Januar bei den Neuzulassungen. Das neue Werk im ungarischen Szeged nimmt im zweiten Quartal die Serienproduktion auf, mit einer Kapazität von über 100.000 Fahrzeugen jährlich. Allein in Deutschland plant BYD bis Ende 2026 ein Händlernetz von mehr als 350 Standorten.
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Technologie und Formel-1-Ambitionen
Auf einem Technologieevent in Shenzhen präsentierte BYD die „Blade Battery 2.0″ mit fünf Prozent höherer Energiedichte als das Vorgängermodell. Das neue Ladesystem „Megawatt Flash Charging 2.0″ soll mit bis zu 1.500 Kilowatt Spitzenleistung rund 400 bis 500 Kilometer Reichweite in etwa fünf Minuten nachladen. Bis Ende 2026 sollen 20.000 Schnellladestationen in China entstehen, über 4.200 sind bereits in Betrieb.
Für Aufsehen sorgt zudem ein möglicher Einstieg in den Motorsport. Laut Bloomberg prüft BYD eine Beteiligung an der Formel 1 oder der Langstreckenweltmeisterschaft — bevorzugt durch die Übernahme eines bestehenden Teams. Ein eigenes F1-Team würde bis zu 500 Millionen Dollar pro Saison kosten. Die Formel 1 plant, den Elektroanteil in künftigen Reglementen deutlich zu erhöhen, was die Relevanz für einen Hersteller mit eigener Batterie- und Motorenfertigung erhöht.
Jahresergebnisse am 27. März
Am 27. März tagt der BYD-Vorstand, um die geprüften Jahreszahlen für 2025 zu verabschieden und über eine mögliche Abschlussdividende zu entscheiden. In den ersten neun Monaten 2025 erzielte BYD einen Umsatz von rund 566 Milliarden Yuan, ein Plus von 12,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr — allerdings bei leicht sinkenden Margen. Analysten prognostizieren für 2026 einen Absatz von rund 4,9 Millionen Fahrzeugen. Ob die massiven Investitionen in Technologie und internationale Infrastruktur bereits die Profitabilität belasten, zeigen die vollständigen Jahreszahlen in zwei Wochen.
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