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Symbolbild, KI-generiert

BYD Aktie: Werk Szeged startet im vierten Quartal

BYD verzeichnet in Großbritannien einen Absatzsprung von 95 Prozent und priorisiert das neue Werk in Ungarn zur Umgehung von EU-Zöllen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fast 95 Prozent mehr Neuzulassungen in UK
  • Fokus auf Fabrik in Ungarn statt Türkei
  • Neue Blade-Batterie lädt in fünf Minuten
  • Aktie erholt sich mit Wochenplus von 14 Prozent

Der chinesische Autobauer BYD zieht in Europa das Tempo an. Während die Verkaufszahlen in Großbritannien durch die Decke gehen, justiert der Konzern seine Produktionsstrategie neu. Das Ziel: EU-Zölle umgehen.

Rekorde auf der Insel

In Großbritannien verzeichnet BYD ein massives Wachstum. Zwischen Januar und Juni 2026 kletterten die Neuzulassungen um fast 95 Prozent. Damit brachte der Hersteller knapp 38.000 Fahrzeuge auf die britischen Straßen.

Der Juni markierte dabei einen neuen Meilenstein. Mit über 6.200 verkauften Einheiten sicherte sich BYD fast drei Prozent Marktanteil. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der Plug-in-Hybrid Seal U DM-i. Im zweiten Halbjahr legt der Konzern mit drei weiteren Modellen nach.

Parallel dazu treibt BYD den Ausbau seiner Infrastruktur voran. Das hauseigene Schnellladenetz umfasst aktuell 7.000 Stationen. Bis Ende 2026 plant das Management die Erweiterung auf 20.000 Standorte.

Passend dazu rollt die zweite Generation der Blade-Batterie an. Das neue System lädt Fahrzeuge in fünf Minuten auf 70 Prozent Kapazität. Abseits des Pkw-Geschäfts meldet BYD ebenfalls Erfolge. Kürzlich verschiffte das Unternehmen 22 elektrische Doppeldeckerbusse in Richtung London.

Strategiewechsel bei Fabrikplanung

Auf dem europäischen Festland sortiert das Management die Produktion neu. BYD hat die Pläne für eine Milliardenfabrik in der Türkei vorerst auf Eis gelegt. Die Priorität liegt nun vollständig auf dem neuen Werk im ungarischen Szeged.

Dort soll die Fahrzeugmontage im vierten Quartal 2026 anlaufen. Dieser Standort dient als zentraler Hebel. BYD will durch die lokale Produktion künftige EU-Importzölle umgehen.

Erholungstendenz an der Börse

An der Börse honorieren Investoren die jüngsten Entwicklungen. Die Aktie schloss am Montag bei 9,34 Euro und verbuchte damit einen Wochengewinn von gut 14 Prozent.

Dennoch notiert das Papier seit Jahresbeginn weiterhin knapp 15 Prozent im Minus. Der Abstand zum Jahreshoch von 14,80 Euro bleibt beträchtlich.

Die nächsten Impulse stehen bereits fest. Am 29. August 2026 präsentiert BYD die Zahlen für das zweite Quartal. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn von 4,42 Yuan je Aktie.

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