BYD treibt seine Produktpalette in dieser Woche mit ungewöhnlicher Dichte voran. Gleich vier Modelle aus verschiedenen Marken des Konzerns stehen vor der Markteinführung oder Präsentation – von der Kompaktklasse bis zum Luxus-SUV. Die Aktie reagiert darauf bislang verhalten und notiert am Montag bei 9,88 Euro, ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss von 9,79 Euro.
Vier Marken, vier Modelle, eine Woche
Den Auftakt macht die Personalisierungsmarke Fang Cheng Bao: Für Dienstag ist der Marktstart einer Langstreckenversion des Plug-in-Hybrid-SUV Tai 7 angekündigt, nachdem der durchschnittliche Transaktionspreis der Marke bereits 223.000 Yuan überschritten hatte.
Parallel dazu sollen Regulierungsunterlagen zufolge unter derselben Marke bald Details zum Tai 9 folgen, einem über 5,3 Meter langen Vollgröße-SUV mit einer 66,5-kWh-Batterie und bis zu 310 Kilometern Reichweite.
Auch die Kernmarke BYD selbst legt nach: Auf der Chengdu Auto Show sollen ab dem 21. August Vorbestellungen für die Limousine Da Han starten, die mit Hinterradlenkung und einer elektrischen Reichweite von 1.008 Kilometern antritt.
Die Luxusmarke Denza bereitet unterdessen den vollelektrischen SUV N8 vor, der mit einer 130,15-kWh-LFP-Blade-Batterie eine Reichweite von bis zu 1.003 Kilometern erreichen soll. Ergänzt wird das Portfolio um die günstigere Schiene: Die Schnelllade-Limousine Qin Max ist bereits zu einem Einstiegspreis von umgerechnet rund 14.700 US-Dollar in China gestartet.
Exportstärke kompensiert schwächeren Heimmarkt
Die Produktoffensive trifft auf eine Absatzlage, die zwei Gesichter zeigt. Im Juli verkaufte BYD 419.211 Neuenergiefahrzeuge, ein Plus von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und der stärkste Monat des laufenden Jahres.
Treiber war der Export mit 179.841 ausgelieferten Fahrzeugen, ein Sprung von 124,3 Prozent – während die Verkäufe im chinesischen Heimmarkt um 9 Prozent zurückgingen. Über die ersten sieben Monate des Jahres kumuliert liegt der Absatz mit 2.227.722 Einheiten dennoch um 10,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Diese Gegenläufigkeit erklärt, warum die Aktie trotz starker Einzelmeldungen nicht durchstartet. Der Kurs liegt derzeit rund 25 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,23 Euro vom 26. August vergangenen Jahres und knapp 5,8 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 10,48 Euro. Über die vergangenen sieben Tage hat das Papier 2,7 Prozent verloren, auf Jahressicht steht ein Minus von 7,7 Prozent zu Buche.
Institutionelles Interesse trotz gedämpfter Kursentwicklung
Trotz der schwächeren Kursbilanz hat BlackRock zuletzt eine Beteiligung von 6,83 Prozent an der chinesischen Notierung von BYD offengelegt – ein Signal, dass institutionelle Anleger die aktuelle Bewertung als Einstiegschance werten könnten.
Am kommenden Freitag, dem 28. August, tagt zudem der Vorstand, um die Halbjahresergebnisse für die sechs Monate bis Ende Juni zu prüfen und zu veröffentlichen. Anleger dürften dabei genau darauf achten, ob sich das starke Exportmomentum in den Zahlen niederschlägt und die Schwäche im Heimmarkt kompensiert.
Zusätzlichen technologischen Rückenwind liefert die Ausweitung des Fahrerassistenzsystems „God’s Eye“, das inzwischen in mehr als 3,52 Millionen Fahrzeugen verbaut ist und täglich 220 Millionen Kilometer an Fahrdaten generiert – eine Datenbasis, die BYD im Wettbewerb um autonome Fahrfunktionen stärken soll.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 17. August liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
