BYD drängt mit Macht auf den nordamerikanischen Markt. Nach einer massiven Senkung der Importzölle plant der chinesische Autobauer ein flächendeckendes Händlernetz in Kanada. Die rasante internationale Expansion kommt genau zur rechten Zeit, denn auf dem Heimatmarkt kämpft der Konzern aktuell mit spürbaren Absatzproblemen.
Zollsenkung öffnet die Türen
Der Weg für die Expansion wurde im Januar frei. Ein neues Handelsabkommen zwischen Kanada und China senkte die Zölle auf chinesische Elektroautos von 100 auf moderate 6,1 Prozent. BYD reagiert prompt und will innerhalb des ersten Jahres rund 20 eigene Autohäuser eröffnen. Im Fokus stehen zunächst Metropolen wie Toronto, gefolgt von Vancouver, Montreal und Calgary. Als einziger chinesischer Hersteller hat BYD seine Produktionsstätten bereits für den kanadischen Import registriert.
Strenge Quoten als Bremse
Die Markterschließung ist allerdings an strikte Bedingungen geknüpft. Das Handelsabkommen deckelt die Einfuhr im ersten Jahr auf 49.000 Fahrzeuge für alle chinesischen Marken zusammen. Das entspricht weniger als drei Prozent des kanadischen Neuwagenmarktes. Ein weiterer Nachteil für Käufer: BYD-Modelle qualifizieren sich nicht für staatliche Förderprämien, da diese an eine lokale Produktion oder bestimmte Freihandelsabkommen gebunden sind. Um dieses Problem langfristig zu umgehen, schließt das Management den Bau einer eigenen Fabrik in Kanada nicht aus.
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Export als Rettungsanker
Während das Inlandsgeschäft schwächelt, gewinnt die internationale Strategie an Bedeutung. Im Februar übertrafen die Exportvolumina von BYD erstmals die inländischen Verkäufe. In Europa verzeichnete der Konzern im selben Monat fast 18.000 Neuzulassungen und zog damit knapp an Tesla vorbei. In China brach der Absatz in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 hingegen um rund 36 Prozent ein. Verantwortlich dafür ist vor allem die Wiedereinführung einer Kaufsteuer für E-Autos, die die Nachfrage massiv dämpfte.
Wie stark das Wachstum in Europa und die Pläne in Nordamerika die heimischen Einbußen kompensieren können, zeigt sich bereits am morgigen Donnerstag. BYD legt am 26. März seine Jahreszahlen vor. Analysten rechnen für das vierte Quartal 2025 mit einem Umsatzrückgang von knapp elf Prozent und einem sinkenden Gewinn pro Aktie.
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