BYD hat 2025 rund 100.000 Stellen abgebaut — und trotzdem einen Rekordumsatz von umgerechnet rund 101 Milliarden Euro erzielt. Der Widerspruch ist nur scheinbar: Hinter den starken Erlösen verbirgt sich ein deutlich schwächerer Gewinn, der den chinesischen Elektroautobauer zum Umdenken zwingt.
Effizienz als Reaktion auf Margendruck
Der Nettogewinn sank 2025 um 19 Prozent auf rund 32,6 Milliarden Yuan — umgerechnet etwa 4,1 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Treiber: Die Investitionen in Forschung und Entwicklung summierten sich auf 63,4 Milliarden Yuan. Gleichzeitig verdient BYD pro verkauftem Fahrzeug nur rund 6.900 Yuan, während Toyota auf etwa 17.000 Yuan kommt. Der Stellenabbau auf rund 870.000 Mitarbeiter ist die direkte Antwort auf diesen Effizienzdruck.
Bei 4,6 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen im Gesamtjahr 2025 bleibt das Volumen beeindruckend. Die Margen erzählen jedoch eine andere Geschichte.
Starkes Exportwachstum, neuer Technologieschub
Im März 2026 verkaufte BYD insgesamt 300.200 Fahrzeuge. Das Auslandsgeschäft legte dabei besonders stark zu: 120.083 Einheiten wurden exportiert — ein Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen 1,5 Millionen Exportfahrzeuge an. In Indonesien soll das Händlernetz bis Ende 2026 auf 150 Standorte verdoppelt werden.
Technologisch setzt BYD auf sein neu eingeführtes „Flash Charging“-System mit 5.000-Megawatt-Ladestationen. Das Flaggschiffmodell Yangwang U8L lädt damit in gut neun Minuten von zehn auf 97 Prozent — selbst bei minus 35 Grad Celsius schafft der neue Seal 06 diesen Wert in rund neuneinhalb Minuten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Für den Massenmarkt kamen Anfang April zwei neue Modelle hinzu: der Seal 06 GT mit bis zu 620 Kilometer Reichweite (ab 128.900 Yuan) sowie der Seal 06 DM-i Wagon als erstes Plug-in-Hybrid-Kombimodell des Unternehmens mit 300 Kilometer elektrischer Reichweite und einem Verbrauch von 3,15 Litern auf 100 Kilometer.
Tesla wieder vorn, Wettbewerb bleibt hart
Im ersten Quartal 2026 hat Tesla BYD bei den reinen Elektrofahrzeugen wieder überholt: 358.023 BEV-Auslieferungen stehen 310.389 bei BYD gegenüber. Zugleich brach der US-amerikanische Elektrofahrzeugmarkt im selben Zeitraum um 28 Prozent ein — ein Umfeld, das BYD kaum direkt betrifft, da das Unternehmen dort nicht aktiv verkauft.
Für Europa setzt BYD auf Imagepflege: Schauspieler Daniel Craig wurde als Markenbotschafter für den Denza Z9GT verpflichtet, der Ende April 2026 in Europa eingeführt werden soll. Parallel rollt BYD sein autonomes Fahrsystem „God’s Eye B“ in günstigere Fahrzeugsegmente aus — ein Versuch, Volumenwachstum und Kostendisziplin gleichzeitig zu verfolgen.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 5. April liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
