BYDs Jahresergebnis 2025 zeigt ein Unternehmen unter Druck. Der erste Gewinnrückgang seit vier Jahren fiel deutlich schärfer aus als erwartet — und ohne massive staatliche Unterstützung wäre das Bild noch düsterer.
Subventionen als stille Stütze
Rund 12,47 Milliarden Yuan (ca. 1,8 Milliarden US-Dollar) flossen 2025 als staatliche Betriebssubventionen an BYD — ein Anstieg von knapp 20 % gegenüber dem Vorjahr. Gemessen am ausgewiesenen Nettogewinn von 32,6 Milliarden Yuan machten diese Zuwendungen 38,2 % des Ergebnisses aus. Ohne diese Mittel hätte der bereinigte Nettogewinn laut Finanzanalysen um rund 50 % eingebrochen.
Der Gesamtumsatz wuchs zwar auf 804 Milliarden Yuan — das entspricht rund 101 Milliarden Euro — doch das Wachstumstempo von 3,5 % ist das schwächste seit sechs Jahren. Der Nettogewinn sank um 19 %, stärker als die von Analysten erwarteten 12,1 %. Auch die Margen gaben nach: Die Bruttomarge fiel von 19,4 % auf 17,7 %.
Haupttreiber ist der anhaltende Preiskampf im chinesischen Elektrofahrzeugmarkt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Verkäufe reiner Elektrofahrzeuge in China in den ersten zwei Monaten 2026 um 35 % einbrachen.
Export als Gegengewicht
BYD reagiert mit einer offensiveren Exportstrategie. Das Ziel für internationale Verkäufe 2026 wurde auf 1,5 Millionen Fahrzeuge angehoben — 15 % mehr als das im Januar formulierte Ziel von 1,3 Millionen Einheiten. 2025 lieferte BYD bereits über 1,04 Millionen Fahrzeuge ins Ausland, ein Anstieg von 140 % gegenüber dem Vorjahr.
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Der finanzielle Anreiz ist erheblich: Im Exportgeschäft erzielt BYD pro Fahrzeug rund 20.000 Yuan Marge, verglichen mit lediglich 5.000 Yuan im Heimatmarkt. Auslandsmärkte trugen 2025 bereits 38,65 % zum Gesamtumsatz bei.
Parallel dazu baut das Unternehmen seine globale Präsenz aus. Mit dem Eintritt in Bulgarien ist BYD nun in 35 europäischen Märkten vertreten. Bis Ende 2026 sollen knapp 2.000 Verkaufsstandorte in Europa entstehen. Neue Produktionswerke in Ungarn, Indonesien und Brasilien sollen zwischen März und Dezember 2026 den Betrieb aufnehmen und die lokale Lieferkette stärken.
Technologie als Differenzierungsfaktor
Trotz des Gewinnrückgangs erhöhte BYD die Forschungs- und Entwicklungsausgaben um 17 % auf 63,4 Milliarden Yuan. Mit der neu vorgestellten „Blade Battery 2.0″ — die in fünf Minuten von 10 % auf 70 % lädt — will das Unternehmen seinen technologischen Vorsprung im hart umkämpften Markt verteidigen. Ob das ausreicht, um die Margen wieder in Richtung früherer Niveaus zu treiben, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Exportoffensive Fahrt aufnimmt und ob der Preisdruck in China nachlässt.
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