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BYD Aktie: Sealion 6 startet in Südkorea

Trotz aggressiver Expansion in Südkorea und Vietnam verliert die BYD-Aktie weiter an Wert und notiert stark überverkauft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkaufsstart des Sealion 6 in Südkorea
  • Lade-Partnerschaft in Vietnam vereinbart
  • Aktie fällt auf Jahrestief-Niveau
  • RSI signalisiert starke Überverkaufung

Starke Expansion, schwache Kurse. Bei BYD klaffen operatives Geschäft und Börsenbewertung derzeit weit auseinander. Der chinesische Autobauer treibt seine internationale Offensive in Südkorea und Vietnam massiv voran. An der Börse rutscht das Papier indes tiefer in den überverkauften Bereich ab.

Neuer Angriff in Südkorea

BYD startete am Montag den Verkauf des Sealion 6 DM-i in Südkorea. Es ist das erste Plug-in-Hybrid-Modell der Marke in diesem Markt. Der Konzern ruft dafür einen Preis von umgerechnet rund 22.500 Euro auf.

Die Vertriebsziele sind ehrgeizig. Im laufenden Jahr will BYD in Südkorea 10.000 Fahrzeuge absetzen. Das entspricht einer deutlichen Steigerung gegenüber den rund 6.100 registrierten Einheiten aus dem Vorjahr.

Lade-Allianz in Vietnam

Ein ähnliches Tempo legt der Autobauer in Vietnam vor. Dort verkündete BYD eine strategische Partnerschaft mit FUTA EV Power. Käufer der Marke erhalten dadurch Zugriff auf ein landesweites Ladenetzwerk. Das beseitigt eine zentrale Hürde für den Verkauf von Elektroautos.

Aktuell bietet BYD in Vietnam zehn verschiedene Modelle an. Die neue Vereinbarung umfasst neben der Ladeinfrastruktur auch die gemeinsame Forschung an Batterietechnologien.

Aktie tief im roten Bereich

Die Börse honoriert diese operativen Fortschritte aktuell nicht. Die BYD-Aktie notiert bei 8,20 Euro und damit tief im Minus. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf gut 25 Prozent.

Das Papier handelt nur knapp über dem Jahrestief von 8,08 Euro. Der Relative-Stärke-Index steht aktuell bei 19,7. Ein klares Signal: Die Aktie ist massiv überverkauft.

Dominanz trifft Skepsis

Fundamental bleibt die Marktstellung erdrückend. Während traditionelle Hersteller in China massive Absatzeinbrüche verzeichnen, dominiert BYD den globalen Markt. Mit über 2,5 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen in einem Zwölfmonatszeitraum lässt der Konzern Konkurrenten wie Tesla weit hinter sich.

Die operative Strategie steht. BYD drängt mit neuen Modellen und lokaler Infrastruktur aggressiv in internationale Märkte. An der Börse bleibt die technische Lage angespannt. Fällt der Kurs unter die kurzfristige Unterstützung bei 8,08 Euro, drohen weitere Abverkäufe.

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