BYD bricht Rekorde. Der chinesische Autobauer hat am Mittwoch sein 17-millionstes Fahrzeug mit alternativem Antrieb produziert. Der neue Seal 08 markiert dabei einen technischen Wendepunkt für den Konzern. Die Ladezeiten schmelzen drastisch.
Das Fahrzeug nutzt die Blade-Batterie der zweiten Generation. Eine 800-Volt-Architektur beschleunigt den Tankvorgang massiv. Strom für 400 Kilometer fließt in nur fünf Minuten in den Akku.
Eine Vollladung dauert lediglich neun Minuten. Selbst extreme Kälte bremst die Technik kaum aus. Bei minus 30 Grad Celsius verlängert sich die Ladezeit um etwa drei Minuten.
Die rein elektrische Variante schafft eine Reichweite von 905 Kilometern. Als Plug-in-Hybrid kommt der Wagen auf kombiniert 1.660 Kilometer.
Eigene Ladesäulen und autonome Technik
BYD baut parallel dazu massiv eigene Infrastruktur auf. Der Konzern betreibt aktuell knapp über 7.000 Schnellladestationen in China. Bis Jahresende 2026 peilt das Management 20.000 Standorte an.
Die neue Limousine soll das Premium-Segment erobern. Das Auto lenkt mit der Hinterachse mit und reduziert den Wendekreis auf 4,95 Meter. Serienmäßig verbaut BYD eine Luftfederung und ein LiDAR-System für autonomes Fahren.
Exporte treiben den Absatz
Der chinesische Gesamtmarkt für Elektroautos schrumpfte im ersten Halbjahr. BYD bleibt dennoch eine von nur drei profitablen Marken. Rund 1,81 Millionen Fahrzeuge verkaufte der Hersteller in diesem Zeitraum.
Das Auslandsgeschäft stützt diese starke Bilanz. Die Exporte stiegen um 68 Prozent auf fast 790.000 Einheiten. Die Auslandsverkäufe wachsen trotz neuer EU-Zölle von 17 Prozent ungebremst weiter.
Die BYD-Aktie notiert aktuell bei 9,54 Euro. Das Papier erholte sich auf Wochensicht um knapp sieben Prozent. Seit Jahresbeginn steht noch ein Kursverlust von rund 13 Prozent auf der Anzeigetafel.
Abseits des Kerngeschäfts hilft der Konzern nach Tropensturm Maysak. BYD spendete am Donnerstag zehn Millionen Yuan für die regionale Fluthilfe in Guangxi. Operativ steht der nächste wichtige Termin bereits im Kalender. Ende 2026 eröffnet der Autobauer sein erstes europäisches Werk in Ungarn.
