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BYD Aktie: SAIC Group vom Thron gestoßen

BYD überholt SAIC als größter Autobauer Chinas und bringt eigenen 4-Nanometer-Chip in Serie. Trotz Gewinneinbruch im ersten Quartal plant das Unternehmen starke Exportsteigerung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BYD verdrängt SAIC von der Spitze
  • Eigener Chip Xuanji A3 in Serie
  • Exportziel von 1,5 Millionen Fahrzeugen
  • Gewinnrückgang im ersten Quartal

BYD hat SAIC Group vom Thron gestoßen. Mit 383.453 ausgelieferten Fahrzeugen im Mai 2026 überholte der Elektroautobauer den langjährigen Marktführer, der auf 349.000 Einheiten kam. Damit steht BYD erstmals offiziell an der Spitze der chinesischen Automobilindustrie.

Mehrmarken-Strategie trägt Früchte

Die Mai-Zahlen umfassen 376.990 Personenwagen — ein Plus von 20 Prozent gegenüber April. Den Löwenanteil steuerten die Baureihen Dynasty und Ocean mit zusammen rund 330.000 Einheiten bei. Auffällig ist das Wachstum in höheren Preissegmenten: Die Offroad-Marke Fang Cheng Bao lieferte 30.186 Fahrzeuge aus, die Premiummarke Denza kam auf 16.303 Einheiten.

In den ersten fünf Monaten 2026 summieren sich die Verkäufe auf 1,4 Millionen Fahrzeuge — trotz eines schwachen ersten Quartals.

Eigener Chip als strategische Weichenstellung

Parallel zur Marktführerschaft treibt BYD die technologische Unabhängigkeit voran. Das Unternehmen hat mit dem Xuanji A3 seinen ersten selbst entwickelten Automotive-Chip im 4-Nanometer-Verfahren in die Serienproduktion gebracht. Der Chip leistet rund 700 TOPS; in einer Drei-Chip-Konfiguration steigt die Rechenleistung auf über 2.100 TOPS — ausreichend für autonomes Fahren der Stufen L3 und L4.

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Hinter dieser Entwicklung stehen Halbleiterinvestitionen von mehr als 100 Milliarden Yuan seit 2002, verteilt auf fünf eigene Produktionsanlagen. BYD will damit die Abhängigkeit von externen Lieferanten strukturell reduzieren.

Internationalisierung trifft auf Gewinnrückgang

Für das Gesamtjahr 2026 peilt BYD Exporte zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Fahrzeugen an. Berichten zufolge verhandelt das Unternehmen mit Stellantis über den Kauf brachliegender Werksgelände in Europa. In Kanada prüft BYD Möglichkeiten, von Niedrigtariff-Kontingenten zu profitieren.

Das internationale Wachstum kontrastiert mit einem schwierigen Jahresauftakt: Im ersten Quartal brach der Nettogewinn um 55 Prozent auf 4,1 Milliarden Yuan ein. Wechselkursverluste von 2,1 Milliarden Yuan belasteten das Ergebnis erheblich. Der Umsatz lag bei 150,2 Milliarden Yuan, die Liquiditätsreserven bleiben mit 73,4 Milliarden Yuan komfortabel — genug Spielraum für die laufende Expansionsstrategie.

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