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BYD Aktie: Rückenwind durch Ölkrise

Steigende Ölpreise und starke Exportzahlen in Europa stützen BYD, während der Heimatmarkt China schwächelt. Die heutige Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025 gibt Investoren entscheidende Impulse.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ölpreisrallye macht Elektroautos attraktiver
  • Exporte übersteigen erstmals Inlandsverkäufe
  • Starke Nachfrage in Europa mit 162% Wachstum
  • Heimischer Markt China leidet unter Absatzschwäche

Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten treibt die Ölpreise rasant in die Höhe. Während traditionelle Autobauer unter den steigenden Spritkosten leiden, rückt die Elektromobilität wieder stärker in den Fokus der Verbraucher. Genau diese geopolitische Verschiebung beschert dem chinesischen Marktführer BYD derzeit spürbaren Aufwind an der Börse.

Teures Öl treibt die Nachfrage

Ein Blick auf die Rohstoffmärkte erklärt die jüngste Kursstärke. Rohöl hat sich seit Jahresbeginn von 60 US-Dollar auf in der Spitze 119 Dollar pro Barrel verteuert. Diese Preisrallye macht den Umstieg auf Elektroautos für viele Käufer wirtschaftlich deutlich attraktiver. Die in Hongkong gelisteten Papiere von BYD legten im März bereits um acht Prozent zu. Analysten von Bernstein sehen den Konzern als einen der Hauptprofiteure dieser Entwicklung. Sie verweisen auf das erschwingliche Fahrzeugangebot, das besonders im margenstarken Überseegeschäft punkten dürfte.

Exportgeschäft gleicht Schwäche aus

Tatsächlich entwickelt sich das internationale Geschäft zur wichtigsten Stütze des Unternehmens. Im Februar übertrafen die Exporte mit über 100.600 Fahrzeugen erstmals die Auslieferungen auf dem chinesischen Heimatmarkt. Besonders in Europa zieht das Interesse an. Hier stiegen die Zulassungen im Februar im Jahresvergleich um beachtliche 162 Prozent.

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Diese Auslandserfolge kommen zur rechten Zeit, da der Absatz in China massiv schwächelt. In den ersten beiden Monaten des Jahres brach das Verkaufsvolumen dort um rund 36 Prozent ein. Verantwortlich dafür ist vor allem eine wieder eingeführte Kaufsteuer von fünf Prozent, die zum Jahreswechsel zu einem harten Nachfragevakuum führte. Um das Exportziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen für 2026 abzusichern, investiert BYD nun massiv in die Ladeinfrastruktur. Bis Jahresende sollen allein in Europa 3.000 Ultraschnellladestationen entstehen, beginnend mit ersten Bauprojekten in Polen.

Blick auf die Jahreszahlen

Am heutigen Freitag präsentiert der Vorstand die finalen Ergebnisse für das abgelaufene Jahr 2025. Obwohl BYD im Gesamtjahr Tesla als weltweiten Marktführer ablöste, rechnen Analysten für das vierte Quartal mit einem Umsatzrückgang auf 245,5 Milliarden Yuan und einem Gewinneinbruch von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Veröffentlichung der Margenentwicklung, der anstehenden Dividendenentscheidung und des konkreten Ausblicks für 2026 liefert den Investoren heute die entscheidenden fundamentalen Daten für die weitere Bewertung der Aktie.

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Diskussion zu BYD

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.