Der chinesische Automobilkonzern BYD setzt auf zusätzliche Vertriebsregionen in Asien. Das Unternehmen kündigte am Sonntag an, das Elektrofahrzeug Racco künftig in Macau und Sri Lanka anzubieten.
In Macau können Kunden das Modell bereits bestellen, während der Verkaufsstart in Sri Lanka für den 9. Oktober geplant ist. Nach Angaben von BYD-Vizepräsident Liu Xueliang näherten sich die kumulierten Bestellungen für das Fahrzeug nach zwei Monaten bereits der Marke von 2.000 Einheiten.
Neue Zielmärkte in Asien
Die Markteinführungen markieren einen weiteren Schritt im Bestreben des Konzerns, außerhalb des chinesischen Heimatmarktes zusätzliche Marktanteile aufzubauen. Während der Wettbewerb in China intensiv bleibt, erschließt das Unternehmen schrittweise kleinere Märkte und Schwellenländer. Mit kompakten Modellen adressiert BYD gezielt die Nachfrage nach elektrischer Mobilität im städtischen Raum.
Parallel dazu behaupten sich auch größere Baureihen im Absatz. Medienberichten zufolge verbuchte das Flaggschiff-SUV Great Tang im September 13.010 Verkäufe. Seit der Markteinführung hielten sich die monatlichen Auslieferungen damit durchweg auf fünfstelligem Niveau.
Insgesamt erreichten die Verkäufe dieses Modells seit dem Start 40.222 Fahrzeuge. Eine breite Modellpalette gilt in der Branche als Voraussetzung, um Fertigungskapazitäten auszulasten und Skaleneffekte bei den Komponenten zu heben.
Absatzentwicklung und Exportdynamik
Besondere Dynamik entfaltete zuletzt das internationale Geschäft. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, kletterten die Übersee-Verschiffungen von Personenkraftwagen und Pickups im September im Jahresvergleich um 153,9 Prozent auf 179.877 Einheiten. Diese Entwicklung unterstreicht den wachsenden Stellenwert des Exportgeschäfts für das Gesamtvolumen.
Über die ersten neun Monate des Jahres zeigt sich das Gesamtbild jedoch gedämpfter. Von Januar bis September verzeichnete BYD insgesamt 3.131.576 Einheiten bei den Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Das entspricht einem Rückgang von 3,94 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor gut einer Woche stand der BYD Absatz im dritten Quartal im Fokus.
Zurückhaltung an den Aktienmärkten
An den Börsen sorgten die operativen Meldungen bislang für wenig Auftrieb. Gestern beendete die BYD-Aktie den Handelstag mit einem Abschlag von 1,1 Prozent bei 8,41 Euro. Seit dem Jahreswechsel summiert sich der Kursverlust auf 21 Prozent. Der Wert notiert damit weiterhin in der Nähe seines Jahrestiefs.
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