Der Ölpreis hat sich seit Jahresbeginn von rund 60 US-Dollar je Barrel auf über 100 Dollar im April nahezu verdoppelt. Für BYD kommt dieser Schub zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Das Auslandsgeschäft läuft auf Hochtouren, während der Heimatmarkt weiter schwächelt.
Exportmotor läuft auf Hochtouren
CEO Wang Chuanfu erklärte Analysten gegenüber, BYD verkaufe in Märkten wie Australien, Neuseeland und den Philippinen an einem einzigen Tag so viele Fahrzeuge wie sonst in zwei Wochen. Allein im März 2026 exportierte BYD 119.591 Pkw und Pickups — ein Anstieg von 65,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal summierten sich die Auslandsverkäufe auf 321.165 Einheiten, was 40 Prozent des Gesamtabsatzes entspricht.
Die Nachfrage kommt von mehreren Seiten gleichzeitig. Auf dem Bangkok Motor Show, der größten Automesse Südostasiens, sicherte sich BYD Ende März mehr Bestellungen als jeder andere Hersteller. In Großbritannien verzeichnete das Unternehmen im ersten Quartal 2026 mit 21.337 Zulassungen das stärkste Quartalsergebnis seiner Geschichte — allein im März waren es 15.162 Fahrzeuge, was einem Marktanteil von knapp vier Prozent entspricht. Auf den Philippinen stiegen die Verkäufe 2025 um 446 Prozent auf 26.122 Einheiten; der lokale Importeur stockt nun die Lagerbestände auf, um die erwartete Mehrnachfrage bedienen zu können.
Bernstein-Analysten sehen BYD strukturell gut positioniert: Chinesische Hersteller mit starker EV-Präsenz und internationalem Standbein profitierten besonders, wenn die Ölpreise längere Zeit erhöht blieben. BYD könne dabei von höhermargigen Auslandsverkäufen profitieren, heißt es in einer aktuellen Einschätzung.
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Heimatmarkt bleibt das Sorgenkind
Das Auslandswachstum überdeckt erheblichen Gegenwind im Inland. Im März lieferte BYD zwar 300.222 Elektro- und Hybridfahrzeuge aus — 57,8 Prozent mehr als im Februar — doch gegenüber März 2025 bedeutet das ein Minus von 20,5 Prozent. Es war der siebte Rückgang in Folge auf Jahresbasis.
Der aggressive Preiskampf, den BYD 2025 selbst mitangeheizt hat, hinterlässt Spuren in der Gewinnrechnung. Der Nettogewinn sank im Geschäftsjahr 2025 um 19 Prozent auf 32,6 Milliarden Yuan — der erste Jahresrückgang seit vier Jahren. Im Schlussquartal brach das Nettoergebnis sogar um 38 Prozent auf 9,3 Milliarden Yuan ein. Citigroup schätzt, dass das China-Geschäft im ersten Quartal 2026 in die Verlustzone gerutscht sein dürfte.
Bernstein-Analysten weisen zudem darauf hin, dass anhaltende geopolitische Instabilität die Kaufbereitschaft bei teuren Anschaffungen dämpfen könnte — was den aktuellen Exportboom mittelfristig bremsen würde. BYD selbst gibt sich zuversichtlich: Mit den anlaufenden Werken in Ungarn und Brasilien sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, das Jahresziel von 1,5 Millionen Auslandsverkäufen zu erreichen.
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