Schwache Heimatmärkte, starkes Exportgeschäft – bei BYD verschieben sich die Gewichte massiv. Der chinesische Autobauer hat Tesla und Volkswagen auf der Insel überholt und sich an die Spitze des britischen Elektroauto-Marktes gesetzt. Dieser rasante Aufstieg bringt dem Konzern nun auch höchste Anerkennung in der Branche ein.
Am Vorabend sicherte sich das Unternehmen bei den renommierten AM Awards in London den Titel als „Hersteller des Jahres“. Die Auszeichnung krönt eine bemerkenswerte kommerzielle Entwicklung. Zwischen Januar und April verkaufte BYD in Großbritannien gut 12.700 reine Elektroautos. Das entspricht einem Marktanteil von über sieben Prozent bei den Stromern.
Besonders bemerkenswert ist der Erfolg bei Privatkunden. Der Spitzenplatz gelang völlig ohne staatliche Fördergelder, da BYD nicht für die britische Elektroauto-Prämie qualifiziert ist. Rechnet man Plug-in-Hybride hinzu, kletterten die Verkäufe im laufenden Jahr auf über 26.000 Fahrzeuge. Damit lässt die Marke etablierte europäische Konkurrenten wie Citroën oder Dacia hinter sich.
Expansion federt heimische Schwäche ab
Ein massiver Ausbau des Vertriebsnetzes treibt dieses Wachstum an. Ende vergangenen Jahres verfügte der Konzern bereits über 125 Vertragshändler in Großbritannien – eine Verdopplung binnen eines Jahres. Der britische Erfolg spiegelt eine breitere europäische Offensive wider. Im ersten Quartal stiegen die Neuzulassungen der Chinesen in der EU, den EFTA-Staaten und Großbritannien um 155 Prozent.
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Diese internationale Stärke wird für den Konzern zunehmend zur Notwendigkeit. Auf dem chinesischen Heimatmarkt fielen die Verkäufe von New Energy Vehicles im April deutlich. Es war bereits der achte Monat in Folge mit rückläufigen Zahlen. Parallel dazu schossen die weltweiten Exporte um 70 Prozent auf einen neuen Rekordwert von rund 135.000 Einheiten nach oben.
Neue Modelle und Lade-Technologie
Um das Tempo hochzuhalten, schiebt das Management neue Technologien in den Markt. Eine angekündigte Schnellladefunktion soll Batterien in nur neun Minuten von zehn auf 97 Prozent füllen. Im gleichen Schritt integriert der Hersteller erstmals LiDAR-Sensoren in elektrische Kleinstwagen. Damit macht BYD fortschrittliche Fahrassistenzsysteme für den Massenmarkt zugänglich.
Das Produktportfolio auf der Insel wächst im Sommer weiter. Neben dem neuen ATTO 2 DM-i führt der Konzern dann auch seine Premiummarke Denza in Großbritannien ein. Der Fokus liegt nun voll auf dem Exportgeschäft, das die anhaltende Volatilität im chinesischen Automobilsektor dauerhaft abfedern muss.
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