Während in Washington diese Woche Donald Trump und Xi Jinping über die Zukunft chinesischer Autobauer auf dem US-Markt verhandeln, liefert Europa bereits die Antwort auf die Frage, was passiert, wenn man die Tür öffnet. BYD hat dort seinen Marktanteil binnen eines Jahres mehr als verdoppelt.
Von 0,9 auf 2,4 Prozent
Der europäische Herstellerverband Acea meldete für die ersten acht Monate des Jahres ein Marktwachstum bei Neuzulassungen von 5,3 Prozent auf 7,55 Millionen Autos. BYD steigerte seinen Anteil daran von 0,9 auf 2,4 Prozent – der stärkste Sprung unter allen chinesischen Marken. Zusammen mit SAIC, Chery und Leapmotor kommen chinesische Anbieter inzwischen auf rechnerisch 9,6 Prozent des EU-Marktes, nach 6,2 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Etablierte Konzerne spüren den Druck. Volkswagen verkaufte im Juli und August jeweils rund 3 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor, Porsche verzeichnete sogar zweistellige Rückgänge. BMW und Mercedes-Benz konnten dagegen leicht zulegen. Der Sektor insgesamt profitiert von der wachsenden Nachfrage nach reinen Elektroautos, deren Anteil an den Neuzulassungen inzwischen bei 21,7 Prozent liegt – fast sechs Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.
Die US-Frage bleibt offen
Genau dieser europäische Vormarsch nährt in den USA die Sorge vor einem ähnlichen Szenario. Eine breite Front aus Autoherstellern, Händlerverbänden, Zulieferern und Kongressabgeordneten beider Parteien drängt Trump, chinesische Hersteller weiterhin vom US-Markt fernzuhalten. Hintergrund ist eine Äußerung Trumps, er könne sich vorstellen, chinesischen Automarken den Marktzugang zu erlauben, sofern sie in den USA produzieren.
Brancheninsider verweisen auf den europäischen Fall als Warnung: Der Marktanteil chinesischer Marken in der EU lag 2020 nahe null, im August erreichte er nach unabhängigen Berechnungen bereits 12 Prozent. Kritiker sprechen von staatlich subventionierten Überkapazitäten, die im heimischen chinesischen Markt zu einem Preiskampf führen und den Exportdruck erhöhen.
Bemerkenswert am Rande: Berichten zufolge könnte BYD-Gründer Wang Chuanfu Teil der chinesischen Delegation sein, die diese Woche mit Trump zusammentrifft. Sollte es dazu kommen, wäre das ein Signal, wie sehr der US-Marktzugang für chinesische Autobauer inzwischen auf höchster politischer Ebene verhandelt wird – mit BYD als einem der zentralen Akteure in diesem Tauziehen.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 24. September liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
