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BYD Aktie: Klage gegen USA

Der chinesische Elektroautohersteller BYD geht juristisch gegen US-Handelszölle vor und investiert gleichzeitig Milliarden in die Produktion in Brasilien.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Klage gegen US-Regierung wegen erhobener Zollgebühren
  • Massive Investitionen in brasilianische Fahrzeugproduktion
  • Markteintritt in Kanada für 2026 geplant
  • Kostenanstieg bei Batterierohstoffen belastet Margen

Der chinesische E-Auto-Riese BYD geht in die Offensive und verklagt die US-Regierung wegen erhobener Zölle. Während das Unternehmen juristisch gegen Handelsbarrieren in Nordamerika vorgeht, treibt es seine Expansion in Südamerika mit massiven Investitionen voran. Kann BYD den politischen Druck im Westen durch gezieltes Wachstum in Schwellenländern ausgleichen?

Präzedenzfall im Handelsstreit

BYD hat beim US-Gerichtshof für internationalen Handel Klage eingereicht, um gezahlte Zollgebühren zurückzufordern. Es ist das erste Mal, dass ein chinesischer Automobilhersteller diesen juristischen Schritt wagt, um spezifische US-Handelsmaßnahmen anzufechten. Die Klage richtet sich gegen die Anwendung des „International Emergency Economic Powers Act“ (IEEPA), durch den diese Grenzabgaben erhoben wurden.

Das Unternehmen argumentiert, dass das Gesetz keine Grundlage für derartige Steuern bietet. BYD fordert die Rückerstattung aller seit April 2025 gezahlten Zölle zuzüglich Zinsen. Dieser Schritt erfolgt in einem politisch extrem angespannten Umfeld und reiht sich ein in eine Vielzahl ähnlicher Klagen internationaler Konzerne gegen die Nutzung von Notstandsbefugnissen für Handelsschranken.

Wachstumsmotor Südamerika

Abseits der juristischen Auseinandersetzungen in Nordamerika fokussiert sich BYD verstärkt auf die südliche Hemisphäre. In Brasilien treibt der Konzern die lokale Fahrzeugproduktion voran. Im Werk Camaçari, das auf einem ehemaligen Ford-Gelände errichtet wurde, investiert das Unternehmen rund 5,5 Milliarden Reais.

Ziel ist eine jährliche Produktionskapazität von 150.000 Fahrzeugen, wobei die Lokalisierungsquote der Bauteile bei 50 Prozent liegen soll. Während BYD in Europa bereits 2025 Marktanteile hinzugewinnen konnte, plant das Management für das laufende Jahr 2026 zudem den Markteintritt in Kanada.

Zahlen und Kostenfaktoren

An der Börse spiegelte sich die Nachrichtenlage gestern in einem moderaten Kursrückgang von 0,58 Prozent auf 12,00 US-Dollar wider. Die Marktkapitalisierung beläuft sich damit auf rund 114,64 Milliarden US-Dollar. Anleger bewerten derzeit die aggressive Expansion im Kontext gemischter Finanzdaten.

Wichtige Kennzahlen auf einen Blick:
* Jahresumsatz (TTM): 118,15 Milliarden US-Dollar (+23,3 %)
* Quartalsumsatz Q3 2025: Rückgang um 3,05 % zum Vorjahr
* Rohstoffpreise: Lithiumcarbonat verteuerte sich binnen eines Jahres um über 76 %

Ein zentraler Risikofaktor bleibt die Kostenentwicklung bei den Batterierohstoffen. Die Preise für Lithiumcarbonat sind nach einem Tief im Sommer 2025 massiv gestiegen, was die Margen des Herstellers belasten könnte.

Der Fokus der Investoren liegt in den kommenden Monaten auf dem Verlauf des US-Rechtsstreits und der operativen Umsetzung der Produktionsziele in Brasilien. Der geplante Markteintritt in Kanada im weiteren Jahresverlauf 2026 wird zudem als wichtiger Indikator für die globale Konkurrenzfähigkeit gewertet.

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