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Symbolbild, KI-generiert

BYD Aktie: Inlandsabsatz bricht um 28,9 Prozent ein

BYD verzeichnet im September weniger Verkäufe in China, während die Überseeauslieferungen deutlich zulegen und neue Modelle folgen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • China-Absatz fällt um 28,9 Prozent
  • Marktanteil im Heimatmarkt beträgt 22,8 Prozent
  • Überseeauslieferungen steigen um 153,9 Prozent
  • Mehrwertsteuer-Exportrabatt sinkt ab April 2027

Die Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben geraten auf dem chinesischen Heimatmarkt unter Druck. Im September sank der Inlandsabsatz von BYD laut Daten der China Passenger Car Association im Jahresvergleich um 28,9 Prozent auf 246.816 Einheiten.

Mit einem Marktanteil von 22,8 Prozent behauptet der Konzern zwar weiterhin die Spitzenposition in China, doch der schrumpfende Binnenabsatz zwingt das Management zu raschen Modellwechseln und einer beschleunigten internationalen Expansion. An der Börse notiert das Papier heute bei 8,22 Euro und liegt seit Jahresbeginn mit 23 Prozent im Minus.

Modelloffensive gegen die Inlandsflaute

Um den Absatz im Heimatland wieder zu beleben, setzt der Hersteller auf eine zügige Auffrischung seiner Kernmodelle. Medienberichten zufolge plant das Unternehmen den Verkaufsstart der zweiten Generation des Kleinwagens Seagull in China für den 20. Oktober.

Die Neuauflage soll gegenüber dem Vorgänger gewachsen sein und zusätzlich mit LiDAR-Sensoren ausgestattet werden. Eine offizielle Bestätigung dieses Starttermins über eigene Unternehmenskanäle steht allerdings noch aus, nachdem die Vorbestellungen für das Modell vor gut einer Woche angelaufen waren.

Bereits am Dienstag hatte das Unternehmen im Heimatmarkt die Oberklasse-Limousine Great Han eingeführt. Das Modell kostet zwischen 235.900 und 275.900 RMB, bietet eine rein elektrische Reichweite von bis zu 1.008 Kilometern und verfügt serienmäßig über Schnellladetechnik. Mit diesen Schritten versucht der Konzern, sowohl das margenstarke Premiumsegment als auch das volumenstarke Einstiegssegment gegen die wachsende Konkurrenz abzusichern.

Auslandsmärkte fangen Verluste ab

Den spürbaren Rückgang im Heimatland kompensiert das Unternehmen gegenwärtig vor allem durch hohe Zuwächse jenseits der Landesgrenzen. Laut Reuters stiegen die Auslieferungen von Personenkraftwagen und Pickups in Übersee im September im Jahresvergleich um 153,9 Prozent auf 179.877 Fahrzeuge. Insgesamt erreichte der Konzernabsatz im Vormonat damit 463.561 Fahrzeuge.

Die internationale Ausrichtung soll in den kommenden Quartalen weiter vertieft werden. Am Montag stellte der Konzern auf dem Pariser Autosalon das siebensitzige SUV-Flaggschiff ATTO 8 vor. Das für das erste Quartal 2027 in Europa angekündigte Fahrzeug nutzt eine 115 Kilowattstunden fassende Blade-Batterie der zweiten Generation und lässt sich nach Unternehmensangaben binnen neun Minuten von 10 auf 97 Prozent laden.

Zugleich zeichnen sich künftige Belastungen ab: Das chinesische Finanzministerium kündigte an, den Mehrwertsteuer-Exportrabatt für Fahrzeuge mit neuen Antrieben zum 1. April 2027 von 13 auf 9 Prozent zu senken, was den Margenspielraum im Auslandsgeschäft mittelfristig einengen könnte.

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