BYD hat in dieser Woche sein Werk in Subang, West Java, offiziell eröffnet – die 13. Fertigungsstätte des chinesischen Autobauers weltweit. Die Anlage soll künftig bis zu 150.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren, das Investitionsvolumen liegt bei umgerechnet rund 632 Millionen US-Dollar. Als symbolischen Auftakt ließ BYD den 100.000. lokal produzierten Wagen vom Band laufen, ein M6 DM.
Der Schritt fügt sich in die Exportstrategie des Konzerns ein, der seine Auslandsverkäufe zuletzt kräftig ausgeweitet hat und für das laufende Jahr 1,5 Millionen Fahrzeugexporte anpeilt. Die neue Fabrik in Indonesien soll dabei helfen, wichtige südostasiatische Märkte direkt vor Ort zu bedienen, statt Fahrzeuge ausschließlich aus China zu verschiffen.
Modelloffensive läuft parallel weiter
Während die Produktion in Indonesien anläuft, treibt BYD zu Hause die Modellpalette weiter voran. Die Premiummarke Denza kündigte für September eine rein elektrische Version des großen Sechssitzer-SUV N8L an und ergänzt damit das bestehende Antriebsangebot.
Zudem ist am 2. September die Sealion 08 als neues Flaggschiff der Ocean-Baureihe gestartet, mit Plug-in-Hybrid-Varianten zwischen 230.000 und 260.000 Yuan sowie vollelektrischen Ausführungen zwischen 250.000 und 280.000 Yuan.
Die Premiummarken des Konzerns – Denza, Fang Cheng Bao und Yangwang – haben ihren Absatz zuletzt um 61 Prozent gesteigert und machen inzwischen 12,8 Prozent der Pkw-Verkäufe aus. Für BYD ist das strategisch bedeutsam: Höherpreisige Modelle verbessern die Marge in einem Markt, der von Preiskämpfen geprägt ist.
Kurs bleibt unter Druck
An der Börse hinterlässt die Nachrichtenflut bislang kaum Spuren. Die Aktie notiert bei 9,45 Euro und damit 24 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 12,49 Euro, das Anfang Oktober markiert wurde. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Rückgang von 17 Prozent zu Buche.
Anleger scheinen die operativen Fortschritte – neue Werke, neue Modelle, wachsende Exporte – derzeit weniger stark zu gewichten als die enttäuschende Gewinnentwicklung der vergangenen Quartale und die schwächelnden Umsätze im Heimatmarkt.
Die Diskrepanz zwischen operativer Expansion und Kursentwicklung dürfte Investoren in den kommenden Wochen weiter beschäftigen. Mit der Werkseröffnung in Indonesien und der erweiterten Modellpalette bei Denza und der Ocean-Reihe hat BYD zumindest auf der Produktseite mehrere Baustellen gleichzeitig vorangebracht – ob sich das in den kommenden Absatzzahlen niederschlägt, wird sich erst über mehrere Monate zeigen.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 4. September liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
