Der chinesische Hersteller arbeitet intensiv an seinem weltweiten Image und prüft Berichten zufolge sogar einen Einstieg in die Formel 1. Gleichzeitig offenbaren die jüngsten Absatzzahlen eine deutliche Kluft zwischen einem schwächelnden Heimatmarkt und boomenden Exporten. Kann die internationale Expansion die heimischen Bremsspuren rechtzeitig ausgleichen?
Um die eigene Marke im Premiumsegment zu positionieren, zieht der Konzern laut Insidern einen Einstieg in den Motorsport in Betracht. Einem gestrigen Medienbericht zufolge stehen dabei die Formel 1 oder Langstreckenrennen im Raum. Die Kosten für ein eigenes Team könnten sich auf bis zu 500 Millionen US-Dollar pro Saison belaufen. Der Zeitpunkt wäre passend: Die Formel 1 erhöht den elektrischen Anteil der Antriebsstränge künftig massiv. Für ein Unternehmen, das Batterien und Motoren selbst entwickelt, bietet dies eine ideale Forschungsplattform. Zwar überholte BYD im Jahr 2025 den Konkurrenten Tesla bei den reinen Elektroauto-Verkäufen deutlich, doch fehlt es noch an der nötigen Strahlkraft für das lukrative Luxussegment.
Kontrastprogramm bei den Absatzzahlen
Abseits der Rennstrecke zeigt das operative Geschäft ein zweigeteiltes Bild. Im Februar verzeichnete der Autobauer auf dem chinesischen Heimatmarkt einen Absatzrückgang von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Marktbeobachter führen dies primär auf das verlängerte Neujahrsfest zurück, das die Produktion deutlich bremste. Hinzu kommt eine neue Kaufsteuer von fünf Prozent auf Elektroautos, die seit Jahresbeginn in China greift und die Nachfrage zusätzlich dämpft.
Völlig anders stellt sich die Lage im Ausland dar. Erstmals in der Unternehmensgeschichte übertrafen die internationalen Auslieferungen im Februar die Inlandsverkäufe. Die Exporte stiegen im Jahresvergleich um rund 50 Prozent auf über 100.600 Einheiten. Um dieses Wachstum zu stützen, startet im zweiten Quartal die Serienproduktion im neuen Werk in Ungarn. Allein für den deutschen Markt ist bis Ende 2026 ein Netz von über 350 Händlerstandorten geplant.
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Neue Technologie und anstehende Zahlen
Technologisch untermauert der Konzern seine Expansionspläne mit der neuen „Blade Battery 2.0“, die eine höhere Energiedichte und verbesserte Langlebigkeit verspricht. Flankiert wird dies von einem neuen Schnellladesystem, das Reichweiten von bis zu 500 Kilometern in nur fünf Minuten nachladen soll. Bis Ende 2026 sollen dafür 20.000 eigene Schnellladestationen in China entstehen.
Wie sich diese massiven Investitionen in Technologie und Infrastruktur auf die Profitabilität auswirken, wird sich Ende des Monats zeigen. Am 27. März entscheidet der Vorstand über die finalen Jahreszahlen für 2025 sowie eine mögliche Dividende. Die bisherigen Neunmonatszahlen deuteten bei steigenden Umsätzen auf einen leichten Gewinnrückgang hin.
Der Vorsprung auf dem chinesischen Markt ist in den ersten beiden Monaten des Jahres spürbar geschrumpft. Bereinigt um die Feiertagseffekte sank das Verkaufsvolumen im Januar und Februar kombiniert um rund 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die anstehende Bilanzvorlage am 27. März wird konkrete Daten liefern, inwieweit die stark wachsenden Exporte und die technologischen Fortschritte diese heimische Schwäche finanziell kompensieren können.
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