Die Batterie-Sparte rückt bei BYD zunehmend in den Mittelpunkt der Bewertung. Parallel dazu treibt der chinesische Konzern seine internationale Expansion voran – von Lateinamerika über Mexiko bis nach Kanada. Wie viel Potenzial steckt damit noch in der Aktie?
Verdeckter Wert der Batterie-Sparte
Die Analysten von Bernstein haben ihr „Outperform“-Votum für BYD zuletzt bestätigt und heben besonders den Wert des Batteriegeschäfts hervor. Ihrer Einschätzung nach könnte diese Sparte allein nahezu so viel wert sein wie die aktuelle Börsenkapitalisierung von rund 115 Milliarden US-Dollar.
BYD ist laut Bernstein der weltweit zweitgrößte Batteriehersteller nach EV-Installationen und liefert 70 % mehr Batterien aus als der drittplatzierte Wettbewerber. Die Experten verweisen auf ein starkes Wachstum der vergangenen zwölf Monate:
- Batterieauslieferungen insgesamt legten im vergangenen Jahr um 47 % zu
- Für 2026 erwarten die Analysten ein weiteres Wachstum der Batterieauslieferungen um 35 %
- Externe Batterieauslieferungen machten mehr als 10 % des Gesamtumsatzes aus
- Lieferungen für Energiespeichersysteme haben sich mehr als verdoppelt
- Auslieferungen an Autohersteller wie Xiaomi, Xpeng und Toyota haben sich fast verdreifacht
Bernstein sieht den fairen Wert der Aktie bei 130 HKD. Vom aktuellen Kursniveau entspricht das einem Kurspotenzial von rund 30 %.
Gespräche mit Ford über Batterielieferungen
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ein möglicher Deal mit Ford. Das Wall Street Journal berichtete, dass der US-Autobauer mit BYD über den Bezug von Batterien für Hybridfahrzeuge verhandelt. Für Ford wären vor allem niedrigere Kosten und Zugang zu fortschrittlicher Batterietechnik entscheidend.
Politische Widerstände lassen allerdings nicht lange auf sich warten. Peter Navarro, Handelsberater des Weißen Hauses, kritisierte das Vorhaben und stellte infrage, ob Ford damit nicht eine chinesische Lieferkette stärke. Als mögliche Lösung wird diskutiert, BYD-Batterien nur in Märkten außerhalb der USA einzusetzen.
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Ford äußerte sich zurückhaltend, verzichtete auf Kommentare zu konkreten Gesprächen, bestätigte jedoch laufende Verhandlungen mit verschiedenen Unternehmen.
Expansion in Lateinamerika und Nordamerika
Parallel zur Diskussion um den Batterie-Deal treibt BYD seine internationale Expansion voran. Am 20. Januar traf eine Lieferung von rund 5.800 Hybrid- und Elektrofahrzeugen in Argentinien ein. Es handelt sich um die erste großvolumige Lieferung chinesischer New-Energy-Fahrzeuge in das Land. Die Einfuhr über den Hafen Zárate profitierte von Zollbefreiungen.
In Mexiko melden die dortigen Statistiken laut Bloomberg ein deutliches Wachstum günstiger BYD-Modelle, obwohl neue Zölle in Kraft sind. Vor allem im Segment der Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge gewinnen chinesische Marken Marktanteile, die andere Hersteller bislang weitgehend liegen lassen.
Eine weitere Tür öffnet sich in Kanada. Ein frisch verkündetes Handelsabkommen könnte es BYD ermöglichen, Fahrzeuge offiziell in diesen Markt zu bringen. Die Vereinbarung zielt darauf ab, dass innerhalb von fünf Jahren mehr als 50 % der importierten Fahrzeuge günstige Elektroautos unter 35.000 US-Dollar sind. Für BYD wäre dies ein Zugang zu einem zusätzlichen Volumenmarkt im unteren Preissegment.
Produktionsausblick und Modelloffensive
Bernstein rechnet für BYD im Heimatmarkt mit einem Absatzplus von 10 % auf 5,4 Millionen Fahrzeuge. Im Ausland sollen die Verkäufe um 4,4 % auf 1,5 Millionen Einheiten steigen.
Zusätzlich plant BYD, in diesem Jahr mindestens zehn neue Modelle auf den Markt zu bringen. Zusammen mit weiteren technologischen Verbesserungen bei Batterien ergeben sich damit mehrere operative Katalysatoren, die sowohl das Fahrzeug- als auch das Batteriegeschäft in den kommenden Quartalen stützen könnten.
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