BYD macht Ernst mit der nächsten Batterie-Generation. Der chinesische Elektroauto-Riese will bereits 2027 mit der Produktion von Feststoffbatterien starten – ein wichtiger Schritt im Rennen um die Technologieführerschaft in der E-Mobilität.
Laut Informationen der Investor-Relations-Abteilung vom 9. Februar hat BYD entscheidende Durchbrüche bei der Entwicklung von sulfidbasierten Feststoffbatterien erzielt. Die neue Technologie verspricht höhere Energiedichte, verbesserte Sicherheit und schnellere Ladezeiten – zentrale Faktoren für die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen.
Gestaffelte Markteinführung geplant
Der Zeitplan sieht eine schrittweise Einführung vor. 2027 soll zunächst eine begrenzte Serienproduktion anlaufen, die als Demonstrationsphase dient. Die Massenproduktion wird gegen Ende des Jahrzehnts erwartet. Zunächst sollen die fortschrittlichen Feststoffbatterien in höherpreisigen Modellen zum Einsatz kommen, bevor sie in Fahrzeuge für den Massenmarkt wandern.
Parallel arbeitet BYD an einer dritten Generation von Natrium-Ionen-Batterien. Im Labor erreichte diese Technologie bereits bis zu 10.000 Ladezyklen. Wann sie marktreif ist, hängt von der Nachfrage ab.
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Offensive auf mehreren Märkten
Die technologischen Fortschritte begleiten BYDs aggressive internationale Expansion. In Australien kündigte das Unternehmen für 2026 einen „Tsunami neuer Modelle“ an – sieben bis acht neue Fahrzeuge sollen dort auf den Markt kommen. Am 4. Februar startete BYD offiziell in Ägypten mit drei Elektrofahrzeugen.
Die Exportzahlen für Januar 2026 zeigen starkes Wachstum bei Pkw und Pick-ups. Die Gesamtverkäufe sanken allerdings im Jahresvergleich – typisch für die saisonal schwachen Wintermonate und Ausdruck des verschärften Wettbewerbs im chinesischen Heimatmarkt. In Deutschland verzeichnete BYD im Januar ein deutliches Verkaufsplus gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 legt BYD voraussichtlich am 25. März vor.
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