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Symbolbild, KI-generiert

BYD Aktie: Exporte auf Rekordkurs

Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD verzeichnet im März starke Exportzahlen, die den siebten Monat in Folge mit rückläufigen Verkäufen im Heimatmarkt kompensieren. Das Unternehmen hebt sein Exportziel an und treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Exporte machen erstmals 40 Prozent des Gesamtabsatzes aus
  • Siebtes Monat in Folge mit rückläufigen Jahresvergleichen in China
  • Neues Exportziel für 2026 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge angehoben
  • Ausbau der eigenen Schnellladeinfrastruktur auf 20.000 Stationen geplant

BYD liefert im März ein widersprüchliches Bild: Starke Exportzahlen und ein neues Technologiemodell treffen auf den siebten Monat in Folge mit rückläufigen Jahresvergleichswerten im Heimatmarkt. Der chinesische E-Auto-Riese wächst — nur nicht mehr dort, wo er einst am stärksten war.

Heimmarkt schwächelt, Ausland kompensiert

Im März 2026 verkaufte BYD insgesamt 300.222 Fahrzeuge, ein Plus von 57,85 Prozent gegenüber dem schwachen Februar. Gegenüber dem Vorjahresmonat steht jedoch ein Minus von 20,45 Prozent — und das bereits zum siebten Mal in Folge. Für das gesamte erste Quartal summieren sich die NEV-Verkäufe auf 700.463 Einheiten, ein Rückgang von 30 Prozent im Jahresvergleich.

Das Gegengewicht liefern die Exportmärkte. Im März wurden 120.083 Fahrzeuge ins Ausland geliefert — ein Anstieg von 65,12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erstmals entfiel damit rund 40 Prozent des monatlichen Gesamtabsatzes auf internationale Märkte. BYD hat daraufhin das Exportziel für 2026 auf 1,5 Millionen Einheiten angehoben, nach zuvor 1,3 Millionen.

Fünf-Minuten-Laden und Kanada-Einstieg

Am 2. April stellte BYD den Seal 06 GT vor — ab umgerechnet rund 16.200 US-Dollar. Das Modell setzt auf die zweite Generation der Blade-Batterie und eine Schnellladetechnologie, die den Akku in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent lädt. Bei minus 30 Grad Celsius verlängert sich dieser Vorgang lediglich um drei Minuten. Die gesamte Seal-Familie verkaufte sich im März 29.791 Mal.

Parallel dazu baut BYD seine Präsenz in Kanada aus. Geplant sind 20 Markenhändler im ersten Jahr, zunächst im Großraum Toronto, später in Vancouver, Montreal und Calgary. Der Markteintritt kommt zwei Monate nachdem Kanada seinen Importzoll auf chinesische E-Autos von 100 auf 6,1 Prozent gesenkt hat. Ein strukturelles Hindernis bleibt: BYD-Modelle qualifizieren sich nicht für das kanadische Bundesförderprogramm, das nur für Fahrzeuge aus dem Inland oder aus Freihandelsabkommensländern gilt.

Ladeinfrastruktur wächst

Beim Aufbau des eigenen Ladenetzes kommt BYD zügig voran. Zum 1. April 2026 betreibt das Unternehmen 5.000 Schnellladestationen in 297 chinesischen Städten. Bis zum 1. Mai soll die erste Charge von 1.000 Autobahn-Schnellladestationen fertiggestellt sein. Das Jahresziel liegt bei 20.000 Stationen — ein klarer Beleg dafür, dass BYD die Ladeinfrastruktur als integralen Teil seiner Wachstumsstrategie begreift.

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