BYD greift den europäischen Markt mit einer bemerkenswerten Kombination an: einem Premium-Elektrofahrzeug, das in fünf Minuten für 400 bis 500 Kilometer Reichweite lädt, und einem Ladenetz, das bis Mitte 2026 auf dem Kontinent entstehen soll. Während die Internationalisierung Fahrt aufnimmt, trübt der heimische Markt das Bild.
Technologievorsprung als Türöffner
Der Denza Z9GT kommt nächsten Monat nach Europa — und er kommt mit Zahlen, die aufhorchen lassen. Das Fahrzeug lädt von 10 auf 70 Prozent in fünf Minuten, selbst bei minus 30 Grad Celsius. Die Reichweite beträgt bis zu 800 Kilometer. Möglich macht das die neue Blade Battery 2.0 auf Basis von Lithiumeisenphosphat-Chemie, die ohne teure Metalle wie Kobalt oder Nickel auskommt. Laut BloombergNEF kostet ein solches Akkupaket derzeit 81 Dollar pro Kilowattstunde — gegenüber 128 Dollar für herkömmliche Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen.
Das zugehörige Ladesystem liefert bis zu 1.500 Kilowatt pro Ladepunkt. Integrierte Energiespeicher in den Stationen ermöglichen Megawatt-Laden selbst an konventionellen 100-Kilowatt-Netzanschlüssen — was die Installationskosten gegenüber traditionellen Setups um rund 60 Prozent senken soll. In China betreibt BYD bereits 4.200 solcher Schnellladestationen, 16.000 weitere sollen bis Jahresende folgen. In Europa plant das Unternehmen 200 bis 300 Standorte bis Mitte 2026.
Zwei Märkte, zwei Realitäten
Die Exportzahlen erzählen eine Erfolgsgeschichte: Im Februar überstiegen BYDs Auslandslieferungen erstmals in der Unternehmensgeschichte die Inlandsverkäufe. Rund 100.600 Einheiten gingen ins Ausland — ein Plus von etwa 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Europa stiegen die Zulassungen 2025 um 269 Prozent auf rund 187.657 Fahrzeuge. Für 2026 peilt BYD weltweit 1,3 Millionen Exporteinheiten an, was einem Zuwachs von 24 Prozent entspräche.
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Der Heimatmarkt entwickelt sich dagegen schwierig. Im Februar brachen die China-Verkäufe um 41 Prozent ein. BYD führt das auf das verlängerte Neujahrsfest zurück, das die Produktion erheblich drosselte. Hinzu kommt eine neue fünfprozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge, die seit Jahresbeginn gilt. Bereinigt man Januar und Februar gemeinsam um den saisonalen Effekt, bleibt immer noch ein Rückgang von rund 36 Prozent — ein Hinweis darauf, dass der Wettbewerb im chinesischen EV-Markt schärfer wird.
Jahresergebnisse am 27. März
Für Aktionäre steht ein konkreter Termin im Kalender: Am 27. März tagt der BYD-Vorstand, um die geprüften Jahreszahlen für 2025 zu verabschieden und über eine mögliche Abschlussdividende zu entscheiden. In den ersten neun Monaten 2025 erzielte BYD einen Umsatz von rund 566 Milliarden Yuan — ein Plus von 12,75 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Profitabilität zeigte dabei eine leichte Eintrübung.
Neben dem Kerngeschäft prüft BYD Medienberichten zufolge einen Einstieg in den Motorsport der Spitzenklasse — Formel 1 oder Langstreckenrennen — mit geschätzten Kosten von bis zu 500 Millionen Dollar pro Saison. Die Formel 1 plant, den elektrischen Anteil ihrer Antriebseinheiten künftig deutlich zu erhöhen, was den Schritt strategisch einbetten würde. Ob BYD diesen Weg geht, dürfte die Markenwahrnehmung im Premiumsegment langfristig stärker prägen als jede Modellankündigung — denn genau dort sehen Analysten noch die größte Lücke zum Wettbewerber Tesla.
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