Startseite » Asien-Märkte » BYD Aktie: EU einigt sich auf Hybrid-Importquote
Symbolbild, KI-generiert

BYD Aktie: EU einigt sich auf Hybrid-Importquote

Eine geplante EU-Quote begrenzt chinesische Hybridimporte; BYD prüft weitere europäische Werke und bereitet den Produktionsstart in Ungarn vor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Importquote soll ab Dezember gelten
  • BYD-Aktie verliert 2,7 Prozent
  • Ungarisches Werk soll im Quartal anlaufen
  • BYD prüft zwei weitere EU-Standorte

Peking und Brüssel haben sich auf strikte Beschränkungen für den Import chinesischer Hybridfahrzeuge verständigt. Nach Verhandlungen in Peking kündigte EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič an, dass die Vereinbarung über eine Laufzeit von vier Jahren mehrere Millionen Autoimporte verhindern soll.

Geplant ist ab dem 1. Dezember eine Quote von 350.000 Fahrzeugen im ersten Jahr, die danach jährlich um sechs Prozent steigen soll. Für führende chinesische Konzerne wie BYD bedeutet die Einigung einen deutlichen Einschnitt in ihre bisherige Wachstumsstrategie auf dem europäischen Markt.

Die Aktie von BYD verlor heute 2,7 Prozent auf 8,42 Euro und notiert damit nur noch 4,8 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 8,03 Euro.

Hybridmodelle als bisheriges Schlupfloch

Nachdem die EU im Jahr 2024 Zusatzzölle von bis zu 35,3 Prozent auf reine Elektroautos aus China eingeführt hatte, wichen die Hersteller massiv auf Plug-in-Hybride aus, die von diesen Sonderabgaben befreit blieben.

Dieser Vorstoß zeigte rasch Wirkung: Nach chinesischen Zolldaten verdreifachte sich der Exportwert chinesischer Hybridautos in die EU im ersten Halbjahr 2026 auf 7,5 Milliarden US-Dollar, nach 2,5 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr 2021 hatte dieser Wert noch bei 845 Millionen US-Dollar gelegen.

Nach Angaben des Analysehauses Jefferies entfielen zuletzt über 90 Prozent des gesamten chinesischen Hybridabsatzes in der EU auf SAIC, BYD und Chery. Für diese drei Hersteller machten Hybridantriebe mehr als die Hälfte ihrer gesamten Verkäufe in Europa aus.

BYD setzte in den ersten acht Monaten dieses Jahres sogar mehr Plug-in-Hybride als reine Batterie-Elektrofahrzeuge ab. Die nun vereinbarte Einfuhrbegrenzung trifft den Konzern daher an einer zentralen Schnittstelle seiner europäischen Vertriebsexpansion.

Lokale Produktion gewinnt an Dringlichkeit

Der handelspolitische Kompromiss verschärft für BYD die Notwendigkeit, Fahrzeuge direkt vor Ort in Europa zu bauen. EU-Beamte signalisierten, dass Fahrzeuge, die in Werken innerhalb der Union gefertigt werden, von den Importquoten ausgenommen bleiben sollen.

BYD bereitet derzeit den Produktionsstart seines ersten europäischen Pkw-Werks im ungarischen Szeged vor. Der Standort, in den rund vier Milliarden Euro fließen, soll in der ersten Phase auf eine Kapazität von 150.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt werden. Die Endmontage dort soll im vierten Quartal anlaufen.

Vor dem Hintergrund der neuen Einfuhrgrenzen kündigte BYD-Vizepräsidentin Stella Li an, der Konzern prüfe bereits Standorte für ein zweites und drittes europäisches Werk. Bis diese Fabriken jedoch nennenswerte Stückzahlen liefern, müssen sich die chinesischen Hersteller das nun gedeckelte Importvolumen untereinander aufteilen.

Anzeige

Stand heute, 12. Oktober: BYD – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in BYD investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 12. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

BYD: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu BYD

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/